© Blaufränkisch Weinhotel/B. Machtinger

Chronik Burgenland
09/01/2020

Blaufränkischland: Genuss auf Hauben-Niveau

Die Winzerfamilie Kirnbauer eröffnet in Deutschkreutz ein Weinhotel samt Restaurant.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Schwierige Zeiten, die sind für Winzer Walter Kirnbauer kein Grund, pessimistisch zu werden. Im Gegenteil. „Ich sehe es als eine Herausforderung.“ Das ist auch der Grund, warum er – gemeinsam mit seiner Familie und der Familie Nourani – heute, Dienstag, das Blaufränkisch Weinhotel sowie am 7.September das Blaufränkisch Restaurant in Deutschkreutz eröffnt.

Im ehemaligen Hotel Schreiner werden künftig nicht nur Weine aus dem Hause K+K Kirnbauer und anderen Top-Winzern kredenzt: Haubenkoch Andreas Fuchs wird bei den Gästen für höchsten lukullischen Genuss sorgen. Erholung soll der Gast im Drei-Sterne-Superior-Hotel mit 35 Zimmern samt Wellnessbereich und Außenpool finden.

Spitzenkoch Andreas Fuchs, der bis Ende des Vorjahres u. a. im „Yohm“ in Wien, eines der bekanntesten asiatischen Lokale Österreichs, in der Küche das Sagen hatte, kehrt nun in seine Heimat zurück. Er will bodenständige Gerichte aus der Region mit „einem Hauch Asien“ verbindet. Als Ingredienzien kämen vor allem regionale Produkte infrage, gibt Fuchs einen ersten Vorgeschmack. Geboten werden Degustationsmenüs ebenso wie Mittagsmenüs. An der Bar werden bis 23 Uhr Weine und Cocktails offeriert.

Die Geschäftsführung von Hotel und Restaurant übernimmt Thomas Artner, ehemaliger Manager im Hotel Burgenland in Eisenstadt.

Der Hausherr ist optimistisch, was sein neuestes Projekt betrifft. „Wir haben zwar Top-Weine im Blaufränkischland. Aber bis jetzt gab es bis in die Bucklige Welt keine Hauben-Gastronomie.“ Betuchte Weinkunden aus Österreich sowie aus Tschechien und der Schweiz zählen schon jetzt zu seinen Kunden.

Sie wollten aber nicht nur Weine verkosten, sondern auch auf Hauben-Niveau speisen. Da wolle er mit der gehobenen Küche punkten. „Es soll ein Treffpunkt für Gourmets werden. Mit einer Haube wären wir zufrieden“, so Kirnbauer.

Im September sei das Hotel – das täglich geöffnet ist – bereits fast ausgebucht. Und es gibt auch schon Pläne für den Herbst. So ist ein Sautanz ebenso vorgesehen wie ein Gansl-Essen. Die nötigen Abstände einzuhalten, das sollte keine Schwierigkeit werden: Die Säle sind geräumig dimensioniert. Und: Adaptionen im Hotel stehen am Programm, durch die man auf den vierten Stern hofft.

Woher er den Mut nehme, in dieser Krise ein Hotel und Restaurant zu eröffnen? „Nachdem alle mit dem Weinbau aufgehört haben, habe ich 1976 damit begonnen. Jetzt ist es dasselbe im Gastrobereich: Viele hören auf und wir fangen an.“

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