© Strandbad Podersdorf/STEVE HAIDER

Chronik Burgenland
08/11/2020

Tourismus: Neue Erlebniswelt und Campingplatz

Urlaub in Pannonien ist gefragt. In der Krise wird in neue Angebote investiert - u.a. in Podersdorf und Lutzmannsburg.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Auch wenn der burgenländische Tourismus im Juni ein Minus von 34 Prozent verzeichnete: Grund zum Optimismus gebe es allenfalls, sagt der Direktor des Burgenland-Tourismus, Hannes Anton. „Wir haben von den Beherbergungsbetrieben für Juli sehr gute Rückmeldungen. Und auch für August sieht die Buchungslage gut aus“, sagt Anton.

Dass Pannonien in den kommenden Jahren stark von der eingeschränkten Reisefreiheit profitieren werde, davon sei er überzeugt. Deshalb sei auch die Bereitschaft, in neue Projekte zu investieren, trotz Corona-Krise gegeben.

Weg vom Strandbad, hin zum Erlebnisbad: In Podersdorf soll im Mai 2021 mit einem „Mega-Highlight“ die Saison eröffnet werden. Auf 18.000 wird eine Familien-Erlebniswelt entstehen. Die ersten Bilder des Projekts wurden nun präsentiert.

Mit der steirischen Firma Almholz habe man den optimalen Partner gefunden, so Tourismusverbandschef Rene Lentsch.

Neben Wasserspielen, einem Riesen-Sandspielplatz und einer 57 Meter langen Motorik-Kletterstrecke sind eine Holzkugelbahn in Wellenform und sieben Meter hohen Nachbildungen einer Seerose und eines Vogelpaares die Highlights.

„Ein Projekt dieser Art ist einzigartig in Österreich – und in ganz Mitteleuropa“, erklärt Lentsch.

Die Anlage soll von März bis November mehr als 100.000 zusätzliche Besucher anlocken. Baubeginn ist im Herbst, 2,6 Mio. Euro werden investiert.

Doch damit nicht genug: „In den nächsten Jahren werden noch weitere Investitionen in die Bereiche Sport, Unterhaltung und Gastronomie erfolgen“, kündigt Bürgermeisterin Michaela Wohlfart (ÖVP) an.

Die Angebote – so hofft man – würden nicht nur Geld in die Kassa der Seegemeinde spülen, sondern auch zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

Hotel-Neuübernahme in Lutzmannsburg

Frisches Kapital fließt auch in der Thermengemeinde Lutzmannsburg. Nachdem das Hotel „Vier Jahreszeiten“ seit Beginn der Pandemie nicht wie andere Hotels wieder geöffnet hat, hat es dieser Tage den Eigentümer gewechselt.

Robert Hammerl – er ist auch Schlossbesitzer in Nikitsch und betriebt Putzerei-Filialen in Wien und NÖ – hat den Vier-Sterne-Betrieb übernommen. Die Eröffnung ist für 1. September geplant.

Renovierung

„Wir wollen das Hotel wieder auf die Zielgruppe Kinder konzentrieren“, sagt Robert Hammerl. Derzeit sei man mit Renovierungsarbeiten beschäftigt.

Auch wenn in Lutzmannsburg zwei weitere Hotels zum Verkauf stünden, habe er sich wegen des direkten Zugangs zur Therme für das „Vier Jahreszeiten“ entschieden, erklärt Hammerl. „Ich glaube, dass Thermen trotz der schwierigen Zeit noch am ehesten bei Urlaubern gefragt sind.“

Investor aus Bayern

Ein weiteres Nächtigungsangebot im Ort soll demnächst eine „Renaissance“ erleben: Die 2016 in den Konkurs geschlitterte Camping Sonnenland GmbH wurde vor rund vier Wochen versteigert – der KURIER hat berichtet. Ein Landwirt aus Bayern und seine Familie waren Höchstbieter.

Er warte nun, bis die Behördenverfahren abgewickelt sind und er als Eigentümer aufscheine, sagt der Unternehmer zum KURIER.

Klappe alles wie geplant, wollen er und seine Familie investieren und den Campingplatz neu eröffnen.

„Es geht bergauf“, ist Listen-Bürgermeister Christian Rohrer überzeugt.

www.podersdorfamsee.at/aktuelles/familien-erlebniswelt

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