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10/23/2021

Blackout: Wer einsatzbereit bleibt, wenn der Strom ausfällt

Blaulichtorganisationen für Notbetrieb bei Blackout nur teilweise ausgerüstet, Vorbereitungen laufen.

von Roland Pittner

Strom ist aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Ein Blackout über mehrere Stunden oder Tage, würde die Bevölkerung vor große Herausforderungen stellen.

Im Burgenland bereiten sich auch die Blaulichtorganisationen auf dieses Szenario vor. Denn die volle Einsatzfähigkeit sei ohne Strom nur schwer aufrecht zu erhalten, heißt es von Polizei, Rettung und Feuerwehr unisono.

Aber wie sind die Blaulichtorganisationen auf einen Blackout vorbereitet?

Polizei im Blackout

Die Polizei hat etwa im Landespolizeikommando in Eisenstadt und der dortigen Landesleitzentrale eine Notstromversorgung eingerichtet. „Ein Notbetrieb mit gewissem Schlüsselpersonal muss da sein, um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Polizeisprecher Oberstleutnant Helmut Marban.

Die Polizei ist in das Krisen- und Katstrophenmanagement des Innenministeriums eingebunden. Für die Polizisten im Land werde gerade ein Notvorrat mit Lebensmitteln und Getränken aufgebaut. „Da ohne Strom niemand die Polizei anrufen kann, werden wir mehr mit Patrouillen präsent sein“, sagt Marban.

Rotes Kreuz im Blackout

Beim Roten Kreuz Burgenland gibt es bereits in drei Bezirksstellen ein Notstromaggregat und in der Landeszentrale. „Für eine gewisse Zeit kann mittels Notstromaggregaten weitergearbeitet werden“, erklärt Rot-Kreuz-Sprecher Manuel Komosny. Im nächsten Jahr kommen noch Geräte für zwei Bezirksstellen dazu.

++ THEMENBILD ++ RETTUNGSDIENST / ROTES KREUZ / RETTUNG

Für ein mögliches Blackout gebe es Krisenpläne. Wie lange etwa ein Rettungsdienst aufrecht erhalten werden kann, hänge vor allem von der „Tankstellenversorgungen allgemein und von den Lieferungen von Treibstoff ab“, sagt Komosny.

Feuerwehr im Blackout

In den burgenländischen Feuerwehren gebe es eine Handvoll Notstromaggregate, wie Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl im KURIER-Gespräch erklärt. Auch hier sei das größte Problem die Alarmierung der Einsatzkräfte, wenn länger kein Strom zur Verfügung steht.

In Pinkafeld etwa hat man eine sogenannte Sicherheitsinsel im Feuerwehrhaus eingerichtet. Stromgeneratoren und Vorräte für die Bevölkerung stehen hier für den Fall eines Blackouts zur Verfügung. Auch medizinische Versorgung und Kommunikationsmittel sollten hier autark funktionieren.

"Vorräte anlegen"

„Da es für diese Anschaffung kaum Förderungen gab, haben nur wenige Feuerwehren diese Investition getätigt“, sagt Kögl. Der Bevölkerung könne er nur raten, sich selbst einen Vorrat für solche Notlagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und Wasser anzulegen.

„Jeder sollte sich mit einem Stromausfall auseinandersetzen und vielleicht an einem Samstagvormittag den Strom abschalten, um zu sehen, was nicht mehr funktioniert, viele werden überrascht sein“, sagt Kögl.

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