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Chronik Burgenland
12/10/2020

Bio vom Land: Wie das Burgenland den Absatz steigern will

Das Land will den Verkauf von biologischen Lebensmitteln unter anderem mit Prämien fördern.

von Roland Pittner

Im Burgenland bleibt so manchem Landwirt gar keine andere Wahl, als biologisch zu produzieren. Konventionelle Ställe werden nicht mehr bewilligt, der Bio-Anteil der landwirtschaftlichen Flächen soll bis 2027 von derzeit 37 auf 50 Prozent erhöht werden, und die landesnahen Betriebe müssen Bio-Lebensmittel verkochen.

Das geht nicht von selbst, also zahlt das Land allen umstellungswilligen Landwirten 15.000 Euro Prämie. Auch am anderen Ende der Produktionskette, beim oft nicht vorhandenen Absatz, wird nachgeholfen. Unter anderem damit, dass der Anteil an Bioprodukten in den öffentlichen Einrichtungen erhöht wird.

„Eier, Milchprodukte und Gebäck sind schon komplett biologisch, jetzt folgt das Rindfleisch“, sagt die zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ). Die Krankenanstalten, die Kantine im Landhaus und die Landesschulen sowie alle Kindergärten sollen bis 2024 zu 100 Prozent biologische Produkte anbieten.

Direktvermarktung

Mit dem eigens geschaffenen Gütesiegel „Bio aus dem Burgenland“ soll in weiterer Folge eine landeseigene Bio-Genossenschaft gegründet werden, um die Produkte direkt zu vermarkten. Bio vom Land also. Durch den Wegfall von Zwischenhändlern erhofft sich Eisenkopf, „faire Preise für hochwertige biologische Lebensmittel“.

Bis zum kommenden Jahr soll ein praxistaugliches Modell erarbeitet und Schritt für Schritt umgesetzt werden. Zunächst nur im eigenen Wirkungsbereich. Das Land wird Bio-Produkte direkt bei den Bauern kaufen und Kindergärten, Schulen, landesnahe Betriebe und Krankenhäuser beliefern. Am Ende des Tages ist sogar der Schritt in den freien Lebensmittelmarkt geplant.

Laut Eisenkopf soll die Vermarktungsgesellschaft aktiv auftreten und zum Beispiel auch 24-Stunden-Shops im Burgenland eröffnen. „Damit werden neue Ertragschancen für unsere Biobauern geschaffen“, sagt Eisenkopf. In weiterer Folge seien auch Verkaufsstellen im urbanen Umland des Burgenlandes geplant, derzeit arbeite man noch an einem genauen Konzept.

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