© Brigitte Schädel

Chronik Burgenland
07/03/2022

Ausflug mit dem Motorrad in vergangene Zeiten

Autor Norbert Pingitzer beleuchtet in seinem neuen Bildband die Geschichte der Zweiräder im Burgenland.

von Claudia Koglbauer-Schöll

Kraftfahrzeuge aller Art – sie zählen zur großen Leidenschaft des Ingenieurs und Hobby-Historikers Norbert Pingitzer. Sieben Bücher hat der 72-Jährige schon geschrieben, darunter welche über die Geschichte der Traktoren, Lkw, Busse, Autos und Tankstellen im Burgenland. Sein jüngstes Werk befasst sich mit der Entwicklung der Motorräder in Pannonien.

Begonnen hat Pingitzer seine (motorisierte) Zeitreise ja schon 2014. Damals hatte der Sachbuchautor, der in Kobersdorf lebt, in seinem Erstlingswerk den Lesern auf 156 Seiten die Entwicklung des Motorrades und die verschiedenen Marken nähergebracht. Weil das Interesse an dem Buch so groß war und er neues (Foto-) Material zum Thema sammeln konnte, habe er sich entschlossen, einen weiteren Band herauszubringen, der nun im Heimat Verlag erschienen ist.

Historische Fotos

Gespickt mit alten Fotos, dokumentiert Pingitzer die Epoche von Anbeginn des Motorradzeitalters nach 1900 bis zum Kriegsende 1945, als die meisten Motorräder zerstört oder an den Kriegsschauplätzen zurückgeblieben waren.

„Hundert Jahre vor Erscheinen dieses Buches waren im Burgenland noch keine 30 Motorräder zugelassen, heute sind es etwa 21.200. Und es werden jährlich mehr.“ Daran sei zu erkennen, dass die Faszination Motorrad ungebrochen ist.

Auch Pingitzer selbst besitzt einige Oldtimer. Darunter eine „NSU Quick“, aus dem Jahr 1939. Anhand der Souvenir-Aufkleber, die früher üblich waren, könne er nachvollziehen, wo das Zweirad gefahren ist. Denn in dem Buch beschreibt der Autor nicht nur die Geschichte, er erzählt auch Geschichten dazu.

"Was blieb von den Vorkriegsmotorrädern?"

„Was ist geblieben von den burgenländischen Vorkriegsmotorrädern“ – diese Frage habe er sich gestellt. Dabei stellt er einige Oldtimer vor und erzählt deren „Biografie“. So erfahren Leser u. a. von einer Puch 220, auf der der spätere Trausdorfer Müllermeister Johann Straussberger Ende der 1920er-Jahre als Kleinkind für ein Foto posiert hatte. Für das Buch hat der Autor Straussberger auch interviewt.

Das Werk ist im Buchhandel oder unter 0660/2662404 erhältlich

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