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Asbest: Wie viel Ungarn die Entsorgung kostet und wer zahlen soll

22 Straßen in Szombathely betroffen, Arbeiten starten in ein bis zwei Wochen.
Grenzübergang nach Österreich mit Straßenschild, Kontrollhäuschen und leerer Landstraße unter klarem Himmel.

Die ungarische Regierung von Premier Péter Magyar hat aufgrund der Asbestbelastung die Entfernung von Schotterbelägen im Stadtviertel Oladi-Plató in der westungarischen Stadt Szombathely angeordnet. Das wurde am Donnerstag auf der Regierungspressekonferenz bekanntgegeben. Magyar kündigte in der Angelegenheit eine neue Abstimmung mit Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) an, da die gemeinsame Arbeitsgruppe bisher nicht weit gekommen sei.

Betroffen vom Asbestskandal sind in Szombathely 22 Straßen mit einer Streckenlänge von zwölf Kilometern, in deren Einzugsbereich 1.500 Einwohner leben. Entfernt werden müssen laut Berechnungen 84.000 Tonnen asbesthaltiger Schotter. Die Gesamtkosten sollen bei netto 3,6 Milliarden Forint (10,01 Mio. Euro) liegen.

Magyar sieht Österreich in der Verantwortung

Laut Magyar werden die Arbeiten in spätestens ein bis zwei Wochen beginnen und abgedeckt durchgeführt. Der Premier betonte erneut das Prinzip, dass der Verursacher der Asbestverschmutzung die Verantwortung und damit die Kosten trage. In diesem Zusammenhang erwähnte er die burgenländischen Steinbrüche ebenso wie das Burgenland und die Republik Österreich. Jeder Arbeitsvorgang und alle Kosten würden dokumentiert, die der ungarische Staat zunächst vorfinanziert.

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Seit Ausbruch des Asbestskandals im Frühjahr 2026 wächst die Angst in der Bevölkerung vor Spätfolgen. Mehr als 250 Gemeinden sollen in Ungarn betroffen sein. Ausgangspunkt war Szombathely, wo mit Asbest kontaminierter Schotter aus burgenländischen Steinbrüchen zum Straßenbau verwendet wurde. Vier betroffene Steinbrüche waren im Jänner im Burgenland aufgrund der Asbestbelastung behördlich geschlossen worden.

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