Neue Pläne um Asbest: Diese Orte könnten bald zu Deponien werden
Umweltministerium prüft Steinbrüche als Asbest-Deponien. Neue Verordnung in Arbeit, Kritik von Betreibern im Burgenland.
Das Umweltministerium prüft, ob geschlossene Steinbrüche künftig als Asbest-Deponien genutzt werden können. Wie das Ö1-Mittagsjournal berichtete und das Ministerium gegenüber der APA bestätigte, wird derzeit an einer Anpassung der Deponieverordnung gearbeitet.
Ziel ist es, mögliche Engpässe bei der Entsorgung von asbestbelastetem Gesteinsmaterial zu vermeiden.
Die Errichtung eigener Deponien für dieses Material soll erleichtert werden. Als mögliche Standorte kommen grundsätzlich ehemalige Steinbrüche infrage, Voraussetzung ist jedoch eine entsprechende abfallrechtliche Genehmigung.
Kein konkreter Zeitpunkt für Änderung der Verordnung
Neben der Nutzung von Steinbrüchen wird auch eine weitere Möglichkeit genannt: Belastetes Gesteinsmaterial könnte wieder in seine ursprünglichen Lagerstätten zurückgeführt werden. Dafür wären jedoch eigene rechtliche Grundlagen und Genehmigungen nach dem Mineralrohstoffgesetz erforderlich.
Zusätzlich ist im aktuellen Budgetbegleitgesetz vorgesehen, asbestbelastete Gesteinsmaterialien vom Altlastensanierungsbeitrag auszunehmen. Damit sollen Betroffene, etwa Gemeinden, bei Entsorgungsmaßnahmen finanziell entlastet werden.
Im Burgenland reagierten Betreiber geschlossener Steinbrüche überrascht auf den Vorstoß. Christoph Lainer-Findeis, Eigentümervertreter des Steinbruchs Pilgersdorf, erklärte gegenüber dem ORF-Radio, dass man an einer Wiederöffnung der Anlagen arbeite.
Asbest im Burgenland
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Zugleich übte er Kritik an Greenpeace. Die Organisation habe keine repräsentativen Proben genommen und nicht die richtige Methode verwendet. Bei einer behördlichen Probe seien die Asbestgehalte „im 0,0-Bereich“ gelegen.
Noch im Juli sollen Gespräche mit der Taskforce und den zuständigen Bezirkshauptmannschaften über eine mögliche Wiedereröffnung der Steinbrüche stattfinden.
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