Häupl will Gratis-Öffi-Tickets für Flüchtlinge umsetzen

SPÖ Grätzl Manager
Foto: KURIER/Jeff Mangione Häupl zum Asyl-Kurs der SPÖ: "Passt kein Blatt Papier zwischen uns."

Bürgermeister bekräftigt Asyl-Kurs der Wiener SPÖ: "Passt kein Blatt Papier zwischen uns."

Bürgermeister Michael Häupl hat sich nach der SPÖ-Klausur auf dem Kahlenberg dazu bekannt, dass Flüchtlinge eine generelle Freifahrt für die Wiener Linien bekommen sollen. "Wir wollen die Frage der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel durch Asylwerber bald lösen", sagte Häupl, der im gleichen Atemzug auf ähnliche Regelungen verwies, etwa den Mobilpass für Sozialhilfeempfänger. Denn derzeit bekämen etwa Flüchtlingskinder für ihren Schulweg eine Freifahrtskarte, die Eltern jedoch nicht. Doch diese müssen ihre Kinder zur Schule begleiten, beziehungsweise abholen. "Das ist geradezu eine Anleitung zum Schwarzfahren", sagt Häupl.

"Niemand hat von Obergrenzen gesprochen"

Im Streit über Obergrenzen, bekräftigte Häupl den Kurs der Wiener SPÖ. "Niemand hat von Obergrenzen gesprochen", versicherte Häupl einmal mehr. Auch im Ergebnis des Flüchtlingsgipfels sei davon nicht die Rede. Die SPÖ bevorzugt den Begriff "Richtwert".

"Wer sich nicht an die Vereinbarung hält, ist die ÖVP", wetterte Häupl in einer Pressekonferenz nach Ende der roten Vorstandstagung. Dass wichtige Vertreter der Rathaus-Roten - etwa Sozialstadträtin Sonja Wehsely - unmittelbar nach der Einigung via Social Media Kritik übten, dürfte aber doch Thema am Kahlenberg gewesen sein. Denn über Zeitpunkt und Form der Äußerungen habe man sehr wohl gesprochen, wie Häupl anklingen ließ. Letztendlich habe sich jedoch volle inhaltliche Übereinstimmung gezeigt: "Es passt kein Blatt Papier zwischen uns."

(KURIER / en) Erstellt am
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