GRAUS unterwegs

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Foto: KURIER

Vorige Woche haben wir ihn wieder gesehen, auf der Triester Straße in Wien, stadtauswärts: Den GRAUS – den größten anzunehmenden ungustiösen Straßenverkehrstrottel. Auf wenigen Hundert Metern Fahrt brachte er alle in der Unfallstatistik relevanten Verhaltensweisen unter: Handyfonieren (Unachtsamkeit ist der Grund für 33,1 Prozent der Unfälle), bei Rot über die Kreuzung fahren (24,7 %), Rasen (16,3 %), Drängeln (7,3 %). Ohne zu blinken fräste er sich wild spurwechselnd durch die Kolonnen, mit locker 100 km/h und mehr.

In Wahrheit gibt es ja – abgesehen von technischen Gebrechen – nur eine einzige Unfallursache: Dummheit. Intellektuelle und charakterliche Inkompetenz. Man braucht nur genau schauen, dann kann man jeden Tag mehrere GRAUSe sehen. Die einzig gute Nachricht: Gleichzeitig sterben weniger Menschen im Straßenverkehr. Und zwar nicht deshalb, weil die GRAUSe weniger würden – die Zahl der Unfälle bleibt konstant. Aber die Autos sind heute sicherer, und die medizinische Versorgung wird besser.

(KURIER) Erstellt am
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