Wohnen
17.03.2018

Peichl und sein Alter Ego

Zum 90. Geburtstags widmet das MAK dem Architekten "die Personale GUSTAV PEICHL. 15 Bauten zum 90sten", das Karikaturmuseum Krems zeigt Cartoons, die er unter dem Pseudonym Ironimus gezeichnet hat.

70 Bauten hat Gustav Peichl in seiner 50-jährigem Schaffensperiode verwirklicht. Für die Schau im MAK wählte er 15 Bauten aus, die einen guten Einblick in sein umfangreiches Lebenswerk geben. Diese Gebäude wurden für das MAK von der deutschen Künstlerin Pola Sieverding in ihrem aktuellen Zustand fotografiert und mit Skizzen, Entwürfen und Plänen aus der MAK-Sammlung vervollständigt.

Peichl schenkte dem MAK 2013 über 8000 Entwurfszeichnungen, Skizzen, Pläne und Konzepte für seine österreichischen Bauten, darunter Ideenskizzen ebenso wie öffentliche Bauaufträge, städtebauliche Planungen, nicht realisierte Projekte, soziale Wohnbauten und Einfamilienhäuser.

Die Ausstellung im MAK folgt einer chronologischen Ordnung: Vom ersten realisierten Projekt, dem Verwaltungsgebäude der Newag-Niogas (1958–1960), über die ORF-Landesstudios (1970–1980), bis zur Kindertagesstätte des Deutschen Bundestags im Berliner Regierungsviertel (1997–1999). Die gezeigten Skizzen, Entwürfe und Einreichpläne werden großteils erstmals öffentlich zugänglich gemacht. Den ursprünglichen, bis zu 60 Jahre alten Ideenskizzen und Bauplänen stehen Bilder realisierter Projekte gegenüber, wie sie noch heute Städte und Umgebungen prägen.

Die Ausstellung im MAK, Stubenring 5, 1010 Wien, ist von 21. März bis 19. August Dienstag 10:00–22:00 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10:00–18:00 Uhr zu sehe. Das Karikaturmuseum in Krems, von Peichl geplant und realisiert, zeigt von 3. März bis 27. Mai unter dem Titel "IRONIMUS 90. Jetzt mal keine Politik!" außergewöhnliche Cartoons des Künstlers, der unter dem Pseudonym IRONIMUS als politischer Karikaturist tätig war.