Yoga-Übungen verbessern Arthritis

Sporty seniors practicing yoga in park…
Foto: /Westhaven Retreat Sporty seniors practicing yoga in park

Regelmäßiges Üben reduziert Schmerzen.

Yoga-Übungen können ein effektiver Weg für Arthritis-Patienten sein, ihre Symptome und ihre Stimmung  zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von US-Forscher der John-Hopkins-University School of Medicine.

Bei jenen der insgesamt 75 Teilnehmern, die acht Wochen lang regelmäßig  Yoga übten, verbesserte sich die physische Gesundheit um 20 Prozent, schreiben sie im Fachmagazin Journal of Rheumatology. Die Probanden, die unter anderem an rheumatoider Arthritis litten, berichteten über weniger Schmerzen sowie mehr Energie und bessere Stimmung.

Den Forschern war auch noch ein weiterer Aspekt wichtig: Wie sicher ist Yoga für Arthrits-Patienten? Im Gegensatz zu den schmerzreduzierenden Faktoren habe dies noch keine Studie genauer untersucht, betonte Autor Clifton O. Bingham. Die Yoga-Lehrer waren erfahrende Therapeuten.

Tief verwurzelt. Der "Baum" ist wohl eine der bekanntesten Yogafiguren. Sie unterstützt dabei, stabil zu bleiben. Die Haltung vermittelt die tatsächlichen Eigenschaften eines Baumes – ein Gleichgewicht zur oft wackeligen Umgebung. Wie die Strenge der Aufseher in einem Museum sorgt der Baum für Ruhe, schreibt Waldas. Verkehrt geerdet. Im "Handstand", dem verkehrten Baum, wird das Unten zum Oben – diese Umkehrung soll in aufwühlenden Momenten für Erdung sorgen. Die Finger werden fest in den Boden gedrückt, die Zehenballen nach oben und die Brust nach unten gestreckt. Experimente in der Yoga-Küche. Die Hektik des Alltags fordert oft Multitasking-Fähigkeiten - wie bei einem Koch, der viele verschiedene Gerichte gleichzeitig zubereiten muss. Der "Halbmond“ soll durch meditative Ruhe Klarheit bringen. Wie ein Kuss. Nach und nach gelingt es bei der "gegrätschten Vorbeuge" tiefer zu gehen und die oft sehr verkürzten Muskeln an den Rückseiten der Beine zu dehnen. Wer die Übung öfter ausführt, wird – glaubt man der Beschreibung im Buch - das Spannungsgefühl in den beteiligten Muskeln immer angenehmer empfinden. Die Belohnung für eine gelungene Vorwärtsbeuge kann für Jack Waldas "so wunderbar sein wie ein Kuss". Vom Wind getragen. Wie bei einem Kellner mit gestressten Gästen, ist im "Krieger 3“ Geduld gefragt. Erst mit zunehmender Übung gelingt es, das Gleichgewicht in dieser Figur zu halten und eine Balance zwischen Körper und Schwerkraft zu finden. Ballast abwerfen. Die "Gleichgewichtspose" fordert Konzentration und mentale Stabilität frei von Ablenkung. Waldas‘ Metapher des Müllmannes soll zeigen, dass in der Figur das, was den Balanceakt unterstützt, behalten werden soll, der Rest wird hingegen "weggeworfen". Tanz mit der Schwerkraft. Beim "Tänzer" ist das Ziel, sich treiben zu lassen, "mit dem Leben zu tanzen“ und die Anstrengungen des Alltags über Bord zu werfen. Für den Anfang das Skateboard besser weglassen – auch der Skater hat ein wenig geschummelt. Wer genau hinsieht, erkennt: Die Räder des Boards sind mit Steinen gesichert. Im Abseits. In der "Dreieckspose" braucht man ausreichend Übung und Kraft, sonst wird die Figur schnell zur Last. Mit dem richtigen Training gelinge es, so Waldas, den Widerstand der Schwerkraft zu nutzen und zu erkennen, was richtig oder falsch, gut oder schlecht, Abseits oder nicht Abseits ist. Fine-Tuning. Schreibtischarbeit, Auto fahren, Lesen – die meisten Alltagstätigkeiten finden im Sitzen statt und führen langsam zu einer Verkrümmung des Rückens. Der "Fisch" versucht die Wirbelsäule von Stress, Beklemmung und Einengung zu befreien. Der Brustkorb hebt und weitet sich und gibt der Lunge mehr Raum zum Atmen. Reset-Knopf für den Geist. Inmitten des größten Chaos soll "Simhasana“, der "Löwe", den Kopf von angestauten Spannungen befreien. Für die Figur den Blick nach oben zwischen die Augenbrauen richten, den Mund weit öffnen, die Zunge herausstrecken und wie ein Löwe brüllen. Üblicherweise wird die Übung im Knien ausgeführt, die Arme liegen dabei ausgestreckt auf den Oberschenkeln. "Street Yoga. Verführung für Alltags-Yogis" von Jack Waldas, erschienen im Kösel-Verlag, 18,50 Euro.
(Kurier) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?