Die Pracht der Engelstrompete findet man in der Wildnis kaum noch.

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Wissen Wissenschaft
09/30/2020

Zwei von fünf Pflanzenarten weltweit vom Aussterben bedroht

Botaniker kategorisieren die Überlebenschance von Pflanzen, um Schutz gezielt zu ermöglichen.

Die bunte Welt der Pflanzen verliert an Farbe: Zwei von fünf Arten sind vom Aussterben bedroht. Das berichten 210 Botaniker aus 42 Ländern  in ihrem jährlichen State of the World's Plants Report.

Schon im Jahr 2016 fassten die Forscher der Kew Gardens in London zusammen, dass eine von fünf Pflanzenspezies betroffen sei. Mittlerweile gibt es feinere Analysemethoden und präzisere Einschätzungen. Für ihre neue, noch besorgniserregendere Analyse teilten die Wissenschafter die Pflanzenarten in verschiedene Risiko-Kategorien ein.

Zu den besonders gefährdeten Arten gehören der in Brasilien vorkommende Baum Abarema filamentosa oder die in Lateinamerika heimische Engelstrompete Brugmansia sanguinea, die in freier Wildbahn bereits nicht mehr vorkomme. Diese Einteilung soll helfen, gezielte Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Verantwortlich für den Verlust an Biodiversität ist oft der Mensch.

Schon frühere Veröffentlichungen zeigten: Die größte Bedrohung für die Vielfalt von Pflanzen geht von der Landwirtschaft, der Holzgewinnung und der Ausdehnung menschlicher Siedlungen aus. Weitere Gründe für den Artenschwund sind Krankheiten.

Auch invasive Spezies, die sich in fremder Umgebung ausbreiten und einheimische Pflanzen verdrängen, setzen sich vielerorts durch. Hierzu zählen die Wissenschafter rund 5.000 Arten.

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