Papageien vertragen die Kälte nicht.

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Wissen Wissenschaft
12/28/2020

Tiercoach: Tropische Haustiere können nur drinnen überwintern

Hunde mit wenig Unterwolle brauchen einen Mantel, Kaninchen ein Schutzhaus

von Hedwig Derka

Kalendarisch richtet sich der Winterbeginn nach den Sternen. Er fängt mit der Sonnenwende am 21. Dezember an. Meteorologisch galt bereits der 1. Dezember als Stichtag. Astronomie hin, Klima her – Haustiere sollten rechtzeitig für die kalte Jahreszeit gerüstet sein.

„Der beste Schutz vor Eis und Schnee ist ein dichtes Winterfell bzw. ein warmer Rückzugsort“, sagt KURIER-Tiercoach Katharina Reitl und erklärt, wie Hund, Katze, Kaninchen und Ziervögel fit in den Frühling kommen.

Hunde

Manche Rassen haben wenig Unterwolle, manche sind auf Bauch und Brust fast kahl. Sie brauchen genauso wie Jungtiere und Stubenhocker ein schützendes Mäntelchen. „Es muss ja kein rosa Tutu sein“, scherzt Zoodoc Reitl. Unterkühlung beim Gassigehen bringt Vierbeiner rasch zum Zittern, außerdem können Blase und Atemwege in Mitleidenschaft gezogen werden.

Kleidung hält warm und gesund. Windstopper, Strick-Body oder gefütterter Umhang: Modelle gibt es von XSmall bis XLarge; auch nach Maß. Auf die individuelle Passform kommt es an. Nur die Anprobe zeigt, ob sich Riemen um Brust und Bauch problemlos befestigen lassen.

Melkfett bzw. Hirschtalg soll für frostige Zeiten, in denen Salz gestreut werden darf, bereit liegen. Pfotenpflege ist aber schon bei Schnee angebracht. Denn Eisklumpen, die sich zwischen den Zehen bilden, können Schmerzen verursachen.

Katzen

„Freigänger bekommen zwar ein dichtes Winterfell, aber auch für sie muss es eine Katzenklappe oder einen sicheren Unterschlupf geben“, sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Können die Vierbeiner nicht jederzeit ins Haus, suchen sie anderswo Zuflucht. Dabei könnten sie unabsichtlich eingesperrt werden. In der Regel genießen alle Katzen die warme Ofenbank daheim.

Kaninchen

Die Kleintiere können prinzipiell ganzjährig im Freien gehalten werden. Spätestens Ende des Sommers müssen sie fix ins Außengehege. „Nur so können sie ihr Fell an die fallenden Temperaturen anpassen“, sagt der Zoodoc. Ein gut gedämmtes Schutzhaus ist immer Pflicht.

Vögel

Subtropische und tropische Papageien kommen mit dem Klima in Mitteleuropa nicht zurecht. Winterharte Arten dagegen können weiter die Außenvoliere nützen. Doch auch sie müssen sich in ein wind- und wetterfestes Häuschen zurück ziehen können; im Idealfall ist es isoliert. „Der Halter muss sich Gedanken über die Trinkwasserversorgung machen“, erinnert Reitl. Heißes Wasser darf nicht nachgefüllt werden; die Verdunstungskälte führt noch schneller zu einer neuerlichen Vereisung.

Der KURIER-Tiercoach schließt: „Mit einer gewissen Vorsorge überstehen Haustiere dem Winter sehr gut.“

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen  zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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