Klimawandel: Wenn uns der Schnee wegschmilzt

Schneemangel in tieferen Lagen Bayerns
Forscher berechneten, was auf Österreichs Wintersport-Orte zukommen wird. Wichtigste Erkenntnis: Klimaschutz zahlt sich aus.
Von Uwe Mauch

Die schlechte Nachricht vorweg: Im Vergleich zum Jahr 1961 werden heuer vierzig Schneetage weniger gemessen. Andreas Gobiet von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist keiner, der gerne den Teufel an die Wand malt. Doch der Forscher kann, er muss sich auf eine aktuelle Studie berufen.

Das Ergebnis interpretiert er so: „Natürlich schwankt die Schneelage von Jahr zu Jahr und je nach Region stark. Und es gibt auch mehrjährige Perioden mit mehr oder weniger Schnee. Aber langfristig hängt die Schneelage vom Temperaturniveau ab und damit vom Ausmaß der Klimaerwärmung durch den menschlich verursachten Treibhauseffekt.“ Der ist nicht mehr aufzuhalten. Die Frage ist aber, inwieweit wir ihn doch noch einbremsen können.

An der Studie haben Forscher der ZAMG sowie der Universität Innsbruck, vom Climate Change Centre Austria und vom Schneezentrum Tirol mitgearbeitet.

Errechnet wurden in dem Projekt FuSE-AT auch Szenarien für den Zeitraum 2071 bis 2100. Die Grafik (siehe rechts) zeigt den Worst-Case. Der droht, wenn dem Klimawandel nur halbherzig entgegengesteuert wird und die Temperatur im Winter um rund 4 Grad Celsius steigt. „So weit muss es aber nicht kommen“, betont Andreas Gobiet. „Wir haben es noch immer selbst in der Hand, einiges davon abzuwenden.“

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