"Die Sprache der Frau ist eine andere Sprache, als wie die des Mannes. (...) Wenn ich im Auto fahre und ich muss wohin, sage ich: 'Du, ich muss stehen bleiben, ich muss aufs Häusl.' Wenn eine Frau das sagt: 'Du Schatzi, ich möchte stehen bleiben und einen Kaffee trinken.' Also, eine Frau spricht anders." ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

© /Ronald Wittek

Wissen Wissenschaft
08/10/2020

"Covid-19" und "Lockdown": Neuer Duden im Zeichen von Corona

Diese Woche erscheint die 28. Auflage des Duden, Begriffe aus der Krise kommen neu dazu.

"Covid-19“, "Reproduktionszahl“ und „Lockdown“: Diese Begriffe haben das vergangene halbe Jahr geprägt - und jetzt wurden sie auch in die neue Ausgabe des Duden aufgenommen. Die neue Ausgabe der Sprachbibel, die in Mannheim von Germanisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bearbeitet wird, erscheint in dieser Woche.

"Coronavirus stand sowieso schon drin", sagte die Leiterin der Duden-Redaktion, Kathrin Kunkel-Razum, der dpa vor dem Erscheinen der 28. Auflage diese Woche. Kunkel-Razum stellte trotz des Einflusses der derzeitigen Pandemie klar: "Es ist jetzt kein Corona-Duden."

 

Auch im Österreichischen Wörterbuch

Auch in die neue Ausgabe vom Österreichischen Wörterbuch, die allerdings noch einige Monate auf sich warten lässt, werden Corona-Begriffe aufgenommen. Dies teilte Chefredakteurin Christiane Pabst dem KURIER bereits im April mit.

Gemeinsam mit der KURIER-Redaktion und Lesern der Zeitung hat die Germanistin und Sprachforscherin im April kurzfristig ein eigenes "Corona-Wörterbuch" erstellt. Dieses ist in der Zwischenzeit allerdings nicht mehr aktuell. Denn fast täglich kommen neue Begriffe aus dem Sprachgebrauch der "neuen Normalität" hinzu.

"Flugscham" als neues Wort

Auch bei anderen Themen wie Klima/Umwelt, Technik und Geschlechtergerechtigkeit habe es seit der Auflage von 2017 Entwicklungen gegeben, die nun berücksichtigt seien, sagte die Redaktionsleiterin des Duden. Neu aufgenommen wurden etwa "Flugscham", "Elektroscooter" und "transgender".

Erstmals finden Nutzerinnen und Nutzer auch Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Insgesamt enthalte der Duden 3.000 neue Wörter, hieß es vom Verlag – er sei der bisher umfangreichste.

300 Wörter wurden gestrichen, etwa "Kabelnachricht" (laut der aktuellen Ausgabe: "telegrafisch übermittelte Nachricht") und "Hackenporsche" ("Einkaufsroller").

Allein die vorige Auflage verkaufte sich laut Verlag 650.000-mal. Im Zuge der Rechtschreibreform wurde die Verbindlichkeit aufgehoben. Der Rat für deutsche Rechtschreibung ist die maßgebende Instanz, die das amtliche Regelwerk herausgibt.

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