Bei Huskys tritt die Snow nose, auch Wechselnase genannt, häufig auf.

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Wissen
02/04/2019

Tiercoach: Wenn die Hundenase ihre Farbe ändert

Die Snow nose im Winter ist nicht die einzige Pigmentierungs-Störung bei den Haustieren.

von Hedwig Derka

Die kurzen Tage zeigen Wirkung. Auf der schwarzen Schnauzenspitze zeichnet sich ein rosa Streifen ab, der sich mit der Zeit über beide Nasenlöcher ausbreitet. Die Snow nose hat Saison.

„Es gibt unterschiedliche Gründe, warum es auf der Hundenase zu einer abweichenden Pigmentierung kommen kann“, sagt Zoodoc Katharina Reitl. Der KURIER-Tiercoach erklärt, was es mit den Farbspielen auf sich hat, und wann der Vierbeiner zum Tierarzt muss.

Snow nose bei nordischen Rassen häufiger

„Die Snow nose ist eine ,Wechselnase‘, die im Winter auftritt. Mit weniger Sonneneinstrahlung wird auch weniger Melanin produziert, dadurch hellt die Nase stellenweise auf“, erklärt Reitl das Gegenteil der Hautbräunung. Klassisch beschrieben ist der angeborene Effekt bei Huskys, auch Golden Retriever, Labradors und nordische Rassen sind häufig betroffen.

„Bei Hunden kann es in verschiedenen Altersstufen zur Depigmentierung kommen“, sagt die Tierärztin aus der Ordination Tiergarten Schönbrunn. Entweder tritt die verminderte Hautfarbe bereits ab Geburt auf oder sie entsteht im Junghundealter. Bei der speziellen Merle-Zeichnung, die oft bei Australien Shepherds zu sehen ist, kann es sich übrigens umgekehrt verhalten. Da wird die zunächst gescheckte Nase erst nach Monaten schwarz.

Vollständiger und teilweiser Albinismus

„Beim vollständigen Albinismus verändert sich die Pigmentierung nicht“, kennt Reitl eine weitere Ausprägung der Melanin-Störung. Das weiße Fell und die roten Augen sind genetisch bedingt. Beim Piebaldismus stechen einzelne weiße Stellen hervor.

Weißfleckenkrankheit

„Die Pigmentierung kann sich auch krankheitsbedingt ändern“, sagt der Zoodoc. Bei der Weißfleckenkrankheit etwa können sich die hellen Hautpartien stetig vergrößern. Der fehlende Pigmentschutz macht die Haut lichtempfindlich, Umwelteinflüsse können sie schädigen. Heilung gibt es nicht.

(Un)bedenkliche Pigmentstörungen

„Symmetrische Pigmentstörungen sind eher unbedenklich. Wenn aber Sekret austritt, sich Krusten bilden oder Erhebungen entstehen, muss der Hund zum Tierarzt“, empfiehlt Reitl. Auffälligkeiten gerade am Nasenrand können auf schwere Leiden hindeuten – auf Probleme des Immunsystem, auf Pilzinfektionen und auf systemische Krankheiten.

Sonnenbrand

„Die Snow nose ist nur eine optische Abweichung“, beruhigt der KURIER-Tiercoach: „Wer jetzt aber in die Berge fährt, muss darauf achten, dass die helle Hundenase keinen Sonnenbrand bekommt.“

Probleme mit der Katze, Sorgen um den Hund, Fragen zu Sittich, Schildkröte & Co? Schreiben Sie an: tiercoach@kurier.at

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