Sternschnuppen: kleine Staubkörnchen, die in die Atmosphäre der Erde eindringen und verglühen.

© APA/dpa/Daniel Reinhardt

Phänomen
08/11/2016

Sternschnuppenregen: Was Sie über Perseiden wissen sollten

Experten erwarten heute und morgen einen besonders intensiven Schauer.

Von Sonnenuntergang heute, Donnerstag, bis zum Sonnenaufgang am Samstag, 13. August 2016, haben die Perseiden wieder ihren großen Auftritt - der alljährliche Sternschnuppenstrom ist in diesem Zeitraum am stärksten.

Wie sie enstehen:

Bei Sternschnuppen handelt es sich aus wissenschaftlicher Sicht um "Meteore": kleine Staubkörnchen und Partikel, die in die Atmosphäre der Erde eindringen und verglühen. Dabei entsteht Reibung und die Luft wird heiß - und es kommt zu den Leuchteffekten. Solche Staubteilchen können von Kometen stammen, die auf ihren Runden um die Sonne einen Teil ihres Materials verlieren. Diese winzigen Partikel umkreisen weiter auf der Bahn des Kometen die Sonne. Kreuzt die Erde diese Bahn, erzeugen die Staubteilchen einen sogenannten Meteorschauer. Alljährlich Mitte August passiert das mit der Bahn des Kometen Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. 2016 wurde die Bahn des Kometen von der Anziehungskraft des Planeten Jupiter etwas näher an die Erde gerückt. Der Meteorstrom dürfte daher heuer rund eineinhalb Mal stärker ausfallen als in den vergangenen Jahren.

Woher der Name kommt:

Ihren Namen verdanken die Perseiden jenem Sternbild, aus dem sie scheinbar "herausfallen": Wir fliegen ein Mal pro Jahr durch diese ehemaligen Kometenteilchen durch – und da ist die Erde exakt so positioniert, dass das Sternbild Perseus im Hintergrund steht. Die Sternschnuppen kommen scheinbar aus diesem Sternbild heraus, haben mit ihm physikalisch aber nichts zu tun.

Der Meteorstrom wird auch „Tränen des Laurentius“ genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden.

Wann sie zu sehen sind:

Ihr Maximum erreichen die Perseiden am Freitag, 12. August, zwischen zehn Uhr und Mitternacht. Da der Erdtrabant sich dann im Stadium des zunehmenden Halbmondes befindet, leuchtet er entsprechend hell und beeinträchtigt die Sichtbarkeit des Himmelsschauspiels vor seinem Untergang nach Mitternacht erheblich. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit, sollten aber trotzdem ab ungefähr 21.30 Uhr auch schon vorher vereinzelt Meteore zu beobachten sein, heißt es.

In der zweiten Nachthälfte steigt die Rate dann jedoch deutlich: „Wie viele Sternschnuppen in dieser Nacht zu sehen sind, hängt sehr stark davon ab, wo beobachtet wird. Im Hochgebirge können es zur Morgendämmerung hin, also gegen drei bis vier Uhr, fast 150 pro Stunde werden, im Umland von Wien nicht einmal halb so viele. Am Stadtrand werden es schon weniger als 15 pro Stunde und in der Innenstadt gerade einmal fünf bis sechs - und das vorausgesetzt, man kann den ganzen Himmel überblicken“, erklärte Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Was Sie zur Beobachtung brauchen:

Feldstecher oder Teleskop sind nicht nötig – die Perseiden sind mit freiem Auge sichtbar. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Wiesen oder Felder außerhalb der Stadt würden sich besonders gut anbieten.

Wo Sie Perseiden beobachten können:

Die WAA lädt bei Schönwetter am Freitag ab 21.00 Uhr zur Perseidennacht auf die Sofienalpe in Wien-Penzing. Der Verein Kuffner-Sternwarte organisiert von Donnerstag bis Sonntag um 22.00 Uhr beginnende „Sternenspaziergänge“ in Großmugl (Niederösterreich).

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