Wissen und Gesundheit
25.01.2018

Was bereits eine Zigarette am Tag bewirkt

Nur eine Zigarette am Tag erhöht bereits das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall deutlich, zeigt eine große britische Studie.

Ganz aufhören ist wesentlich besser als die Zigarettenmenge zu reduzieren: Das ist die Konsequenz aus einer großen britischen Studie. Demnach haben auch Raucher, die nur eine Zigarette am Tag konsumieren, trotzdem ein um 50 Prozent höheres Risiko für eine Herzerkrankung und ein um 30 Prozent höheres Risiko für einen Schlaganfall im Vergleich zu Menschen, die nie geraucht haben. Das Risiko gegenüber Vielrauchern halbiert sich lediglich, bleibt aber deutlich erhöht. Die Studie zeige, dass es keine sichere Untergrenze beim Rauchen gebe, so die Autoren.

Die Forscher vom Cancer Institute am University College London analysierten 141 frühere Studien. Ihre Arbeit ist im British Medical Journal erschienen.

Von sieben auf drei Herzinfarkte

Das Ergebnis: 20 Zigaretten am Tag verursachen langfristig sieben zusätzliche Herzinfarkte oder Schlaganfälle in einer Gruppe von 100 Personen mittleren Alters. Aber auch ein Reduktion auf eine Zigarette täglich führt immerhin noch zu drei durch das Rauchen bedingte zusätzliche Herzinfarkte bei 100 Personen, die direkt mit dem Rauchen zusammenhängen.

Das Risiko ist übrigens für Frauen etwas höher als für Männer.

Es gebe in einigen Ländern den Trend, dass starke Raucher nicht versuchen, ganz aufzuhören, sondern die Zigarettenmenge nur zu reduzieren. Dies sei zwar nicht nutzlos und habe eine Effekt - nicht nur das Krebsrisiko sinkt, auch jenes für Herzinfarkt und Schlaganfall geht zurück. "Aber auch geringfügiges Rauchen ist immer noch ein bedeutendes Risiko für Herzerkrankungen und Schlaganfall."