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Wissen Gesundheit
04/21/2020

Wegen Corona: Experten fürchten sinkende Durchimpfungsraten

Gerade während der Pandemie sei es wichtig, Krankheiten, gegen die es bereits einen Schutz gibt, zu vermeiden.

Während die ganze Welt auf einen neuen Impfstoffes wartet, könnten längst etablierte Impfungen in Vergessenheit geraten. Davor warnen Experten anlässlich der Europäischen Impfwoche (von 20. bis 26. April). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist ausdrücklich darauf hin, dass Routine-Impfungen gerade während der Pandemie weiterhin durchgeführt werden sollten: Je länger Impfungen ausgesetzt werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen anfälliger für Infektionskrankheiten werden, gegen die sie geschützt werden könnten - was das Gesundheitssystem zusätzlich belasten würde.

Schon eine kurze Unterbrechung der Impf-Routine erhöhe das Risiko für Ausbrüche von vermeidbaren Erkrankungen wie Masern oder Röteln, warnt die WHO. Besonders niedrig (mit etwa 8 Prozent) ist die Durchimpfungsrate in Österreich bei der Grippe, was dazu führte, dass zu Beginn der Covid-19-Pandemie viele Spitalsbetten mit Influenza-Patienten belegt waren. 

Grippe-Impfung hat Priorität

"Viele Spitalsaufenthalte hätten vermieden werden können, wären mehr Menschen gegen die saisonale Influenza geimpft gewesen", sagt Renee Gallo-Daniel, Präsidentin vom Österreichischen Verband der Impfstoffhersteller (ÖVIH).  „Auch bei anderen Erkrankungen wie Masern oder FSME haben wir in Österreich jedes Jahr zahlreiche Erkrankungsfälle. Gegen diese Krankheiten gibt es aber wirksame Impfstoffe." Aktuell bestünde die Gefahr, dass viele Menschen aufgrund der Corona-Krise die empfohlenen Routine-Impfungen nicht wahrnehmen (können), diese zu lange verschieben oder vergessen. "Das wäre dann ein zusätzliches Problem für viele Österreicher und speziell für Menschen, die in Gesundheitsberufen tätig sind“, betont Gallo-Daniel.

Eine große Herausforderung sehen Experten jetzt schon in der kommenden Grippesaison im Herbst/Winter 2020/21. Die WHO kündigte an, dass die Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken Priorität hätten, besonders für Risikopatienten und deren Betreuungspersonal.

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