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26.04.2018

Warum Sie öfter Kefir trinken sollten

Das Sauermilchgetränk hat positive Wirkungen auf das Zusammenspiel von Darm und Gehirn und kann so Bluthochdruck mindern.

Kefir kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken, indem es die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn fördert, wie eine aktuelle Studie der amerikanischen Auburn University zeigt. Kefir ist ein Sauermilchgetränk, das durch Gärung der Kefirknollen in Milch entsteht. Nach diesem Fermentationsprozess werden die Knollen von der cremig gewordenen Milch mit einem Sieb getrennt. Das so entstandene Getränk hat einen geringen Gehalt an Kohlensäure und Alkohol, charakteristisch ist ein leicht säuerlicher Geschmack.

Kefir kann, wie auch frühere Studien zeigen, das Gleichgewicht nützlicher Bakterien im Verdauungssystem erhalten. Menschen mit einem Ungleichgewicht der Darmbakterien neigen zu hohem Blutdruck. Inwiefern Kefir dieses Gleichgewicht wiederherstellen und damit den Blutdruck beeinflussen kann, zeigte nun die aktuelle US-Studie. Die Wissenschaftler gaben Ratten über einen Zeitraum von neun Wochen Kefir und verglichen sie mit zwei weiteren Gruppen von Ratten, die keinen Kefir bekamen, eine davon hatte Bluthochdruck, die andere normalen Blutdruck.

Gesünderer Darm

Das Ergebnis: Jene Ratten, die Kefir erhielten, hatten anschließend einen niedrigeren Blutdruck sowie einen gesünderen Darm, als jene, die keinen Kefir erhielten. Ein gesunder Darm ermöglicht zwar den Durchtritt einiger Substanzen, wirkt jedoch im Allgemeinen als Barriere gegen schädliche Bakterien und andere potenziell gefährliche Substanzen. Darüber hinaus stellte der gegebene Kefir das natürliche Gleichgewicht verschiedener Bakterien im Darm und eines Enzyms im Gehirn wieder her, das für die normale Funktion des Nervensystems essenziell ist. Das deutet darauf hin, dass das Nervensystem und das Verdauungssystem zusammenwirken, um den Bluthochdruck zu reduzieren.