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Wissen Gesundheit
02/23/2021

Warum Männer das Handy besser nicht in die Hose stecken sollten

Eine aktuelle US-Studie belegt: Die Handystrahlung kann die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen.

Normalgewichtige Männer, die das Handy bevorzugt in den vorderen Hosentaschen tragen, sind weniger fruchtbar - so der Befund einer aktuellen Studie aus den USA. „Männer mit Kinderwunsch sollten das Handy nicht direkt am Unterleib mit sich tragen“, lautet auch die Empfehlung von Heinz Strohmer und Andreas Obruca, die beiden Gründer und ärztlichen Leiter des Kinderwunschzentrums an der Wien. 

Welche Auswirkungen Handystrahlung auf die Gesundheit hat, ist schon lange eine viel diskutierte Frage. Die Auswirkung auf die Furchtbarkeit von Männern wurde in der Studie der Boston University an 3.100 Probanden untersucht. Die Studienteilnehmer mussten angeben, wo am Körper und wie lange pro Tag sie das Handy tragen. Zusätzlich wurden Samenbefunde erhoben sowie dokumentiert, wie schnell die Partnerinnen schwanger wurden. 

Das Ergebnis: Bei normalgewichtigen Männern, die das Handy bevorzugt in den vorderen Hosentaschen trugen, konnte eine eingeschränkte Fruchtbarkeit nachgewiesen werden. Es dauerte also bei diesen Männern vergleichsweise länger, bis die Partnerin schwanger wurde. „Wenn auch die Auswirkungen nicht sehr stark sind, sollten Männer mit Kinderwunsch vermeiden, für längere Zeit das Handy in der Hosentasche zu tragen“, so Strohmer. 

Fruchtbarkeit bei Männern kaum Thema

Ein weiterer Hinweis der Experten: Männer würden sich kaum mit der eigenen Fruchtbarkeit beschäftigen. Ein unerfüllter Kinderwunsch kann sich jedoch zur Belastung in einer Beziehung auswachsen. „Die Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit liegen zu 55,1 % beim Mann, 14,8 % bei der Frau und in 30,1 % der Fälle an beiden Partnern“, so Obruca.

In solchen Fällen können sich betroffene Paare an die Reproduktionsmedizin wenden. Im Jahr 2018 wurden in Österreich insgesamt rund 16.300 IVF-Behandlungen durchgeführt, darunter knapp 11.000, die vom IVF-Fonds unterstützt wurden – das sind um 50 % mehr als vor zehn Jahren, heißt es in der Aussendung. 

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