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Wechseljahre: Diese Änderung in der Ernährung hilft beim Abnehmen

Auch Hitzewallungen und Schweißausbrüche gingen in einer aktuellen Studie durch eine Umstellung zurück.
Eine Frau hat eine Hitzewallung.

Eine neue Studie zeigt: Frauen nach den Wechseljahren können abnehmen, wenn sie tierisches durch pflanzliches Eiweiß ersetzen, ohne ihre Gesamteiweißzufuhr zu reduzieren. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Menopause veröffentlicht.

In der Studie verloren Frauen, die von tierischen Proteinquellen auf pflanzliche Proteinquellen wie Sojabohnen, Bohnen und Getreide umstellten, signifikant an Gewicht, obwohl ihre Gesamteiweißzufuhr unverändert blieb.

„Diese Studie stellt die gängige Annahme infrage, dass alle Proteine gleich sind", sagt Hana Kahleova, Hauptautorin der Studie. „Nicht nur die Menge des aufgenommenen Proteins ist entscheidend, sondern auch dessen Herkunft, die sich auf Körpergewicht und Stoffwechselgesundheit auswirkt."

Die wichtigsten Ergebnisse

Die Studie untersuchte postmenopausale Frauen über einen Zeitraum von zwölf Wochen. Eine Gruppe ernährte sich fettarm vegan mit täglichem Sojakonsum, die andere diente als Kontrollgruppe.

Die Gesamteiweißzufuhr blieb in beiden Gruppen unverändert. In der veganen Gruppe sank die Zufuhr an tierischem Eiweiß um 23,3 Gramm pro Tag, während die Zufuhr an pflanzlichem Eiweiß um 22,1 Gramm pro Tag anstieg. Das Körpergewicht sank deutlich, als tierisches Eiweiß durch pflanzliches Eiweiß ersetzt wurde. Eine Umstellung auf etwa 16 Gramm weniger tierisches und etwa 13 Gramm mehr pflanzliches Eiweiß pro Tag war mit einem Gewichtsverlust von einem Kilogramm verbunden.

Entscheidend: Diese Effekte waren unabhängig von der Kalorienzufuhr. Das deutet darauf hin, dass die Proteinquelle – und nicht nur die Energiebilanz – eine wichtige Rolle bei der Gewichtsregulierung spielt. „Das ist ein klinisch bedeutsamer Befund", sagte Kahleova. „Man muss nicht weniger essen – man kann seine Ernährung anders gestalten und messbare Ergebnisse erzielen."

Weniger Hitzewallungen

Die Ergebnisse sind besonders relevant für Frauen nach den Wechseljahren, die häufig eine Gewichtszunahme und Stoffwechselveränderungen erleben. In der ursprünglichen Studie gingen mäßige bis schwere Hitzewallungen um 88 Prozent zurück. Pflanzliche Ernährungsweisen mit hohem Sojaanteil liefern Isoflavone, Verbindungen, die Hitzewallungen und Schweißausbrüche lindern.

„Für viele Frauen bringen die Wechseljahre sowohl Stoffwechselprobleme als auch eine Beeinträchtigung der Lebensqualität mit sich", erklärt Kahleova. „Dieser Ansatz geht beides an – Gewicht und Symptome – mit einer einzigen, praktischen Ernährungsumstellung."

Die Forscherin betont: „In der öffentlichen Kommunikation wird oft der Fokus auf die Erhöhung der Proteinzufuhr gelegt, nicht aber auf die Art des Proteins. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Bevorzugung pflanzlicher Proteine gegenüber tierischen Proteinen der Schlüssel zu einem gesunden Gewicht und zur Reduzierung des Risikos chronischer Erkrankungen sein könnte."

Möglicher Mechanismus: Weniger Methionin

Die Studie identifizierte auch einen möglichen Mechanismus: eine Verringerung des Methioninspiegels, einer Aminosäure, die in größeren Mengen in tierischen Produkten wie Fleisch, Eiern und Milchprodukten vorkommt. Eine geringere Methioninzufuhr wurde mit verbesserter Stoffwechseleffizienz, gesteigerter Fettverbrennung und günstigen Veränderungen der Körperzusammensetzung in Verbindung gebracht. In der aktuellen Studie war eine Verringerung der Methioninaufnahme signifikant mit einer Verringerung des Body-Mass-Index verbunden.

„Diese Ergebnisse legen nahe, dass die Qualität des Proteins – und seine Aminosäurezusammensetzung – den Stoffwechsel auf eine Weise beeinflussen kann, die wir erst allmählich verstehen", so Kahleova.

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