CORONA: OBERÖSTERREICH - GROSSER ANDRANG BEI IMPFZENTRUM IN SEEWALCHEN

© APA/WOLFGANG SPITZBART / WOLFGANG SPITZBART

Wissen Gesundheit
11/23/2021

Größerer Abstand zwischen erster und zweiter Dosis könnte besser sein

Britische Studie verglich Antikörperspiegel bei drei Wochen und elf bis zwölf Wochen Abstand zwischen den ersten beiden Impfungen.

Derzeit wird zwischen erster und zweiter Impfung ein Abstand von drei Wochen empfohlen. Eine britische Studie gibt nun Hinweise, dass ein größerer Abstand für ältere Erwachsene möglicherweise besser sein könnte. Die Daten stammen aus einer Zeit begrenzter Impfstoffverfügbarkeit in Großbritannien Ende 2020.

Untersucht wurden die Antikörperspiegel von Über-80-Jährigen, die die beiden Erstimpfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erhielten. Das Ergebnis: Wurde ein größerer Abstand als die empfohlenen drei Wochen eingehalten, war die Antikörperreaktion nach der zweiten Impfung mehr als dreimal so stark.

Laut den Autorinnen und Autoren handelt es sich um die erste Studie, die untersucht, wie sich eine Ausweitung des Impfabstandes auf die Antikörperspiegel auswirkt. „Diese Studie unterstützt weiterhin eine wachsende Zahl von Beweisen dafür, dass sich der in Großbritannien verfolgte Ansatz zur Verzögerung dieser zweiten Dosis wirklich ausgezahlt hat“, sagte Gayatri Amirthalingam, Epidemiologin bei Public Health England in London und Mitautorin des Preprints.

3,5 Mal höhere Antikörperspiegel

Amirthalingam und Kollegen untersuchten 175 Impfstoffempfänger über 80, die ihre zweite Dosis des Pfizer-Impfstoffs entweder drei Wochen oder elf bis zwölf Wochen nach der ersten Dosis erhielten. Das Team maß die Antikörperspiegel gegen das SARS-CoV-2-Spike-Protein und untersuchte, wie Immunzellen, sogenannte T-Zellen, die dazu beitragen können, die Antikörperspiegel im Laufe der Zeit aufrechtzuerhalten, auf die Impfung reagierten.

Die maximalen Antikörperspiegel waren bei denjenigen, die zwölf Wochen auf ihre Auffrischimpfung warteten, 3,5-mal höher als bei denjenigen, die nur drei Wochen gewartet hatten. Die maximale T-Zell-Antwort war bei denjenigen mit dem verlängerten Intervall niedriger. Dies führte jedoch nicht dazu, dass die Antikörperspiegel in den neun Wochen nach der Auffrischimpfung schneller abnahmen.

Die Ergebnisse sind beruhigend, aber spezifisch für den Biontech/Pfizer-Impfstoff, der in vielen Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen nicht verfügbar ist, sagte Alejandro Cravioto, Vorsitzender der strategischen Beratungsgruppe der Immunisierungsexperten der Weltgesundheitsorganisation. Die Länder müssten prüfen, ob die in ihrer jeweiligen Region zirkulierenden Varianten das Infektionsrisiko nach nur einer Impfstoffdosis erhöhen könnten, sagt er.

Für das Vereinigte Königreich war die Verlängerung des Intervalls zwischen den Dosen laut den Forscherinnen und Forschern die richtige Wahl, meint Stephen Griffin, Virologe an der University of Leeds, Großbritannien. Allerdings: „Die Menschen sind theoretisch zwischen ihrem ersten und zweiten Stoß verwundbar“, sagt er. "Was in Großbritannien funktioniert hat, ist die Aufrechterhaltung der Beschränkungen gleichzeitig mit der Impfung."

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