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Wissen Gesundheit
03/26/2021

Leichtere Covid-Verläufe dank Grippe-Impfung

Wenn sich Grippe-geimpfte Menschen mit Corona infizieren, verläuft die Krankheit milder. Warum das so ist, weiß man nicht.

von Anita Kattinger

Laut einer aktuellen Studie der Universität von Michigan müssen Covid-Patienten, die gegen Grippe geimpft sind, seltener in Krankenhäusern behandelt und seltener beatmet werden, zudem werden sie schneller aus der Klinik entlassen.

Ein Team rund um die Ärztin Anna Conlon wertete Daten aus der Datenbank des offiziellen Gesundheitssystems des US-Bundesstaats Michigan aus: Von 27.000, die bis zum 15. Juli 2020 auf Sars-CoV-2 positiv getestet wurden, hatten 13.000 in den zwölf Monaten zuvor einen Grippe-Impfstoff erhalten.

Unter diesen hatten sich nur 4 Prozent mit dem Coronavirus infiziert, in der nicht gegen Grippe geimpften Gruppe waren es 4,9 Prozent.

Diese Gruppe musste nach einer Infektion häufiger im Krankenhaus behandelt werden und blieb im Mittel auch länger: Im Vergleich zu den Grippe-geimpften Patienten musste die Gruppe der Ungeimpften doppelt so oft beatmet werden.

Das ist umso bemerkenswerter, als die Geimpften tendenziell häufiger zu einer Risikogruppe gehörten – und damit eigentlich schwerere Verläufe haben sollten.

Bei der Sterblichkeit konnten die Wissenschafter keinen statistisch relevanten Unterschied zwischen den Gruppen der Geimpften und Ungeimpften erkennen.

Forscher sind sich noch nicht sicher, warum es diesen Grippe-Impfungs-Effekt gibt. Die Studie ist im American Journal of Infection Control erschienen.

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