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Wissen Gesundheit
07/17/2020

Dieser Nasenspray könnte bei Corona helfen

Erste Tests am Produkt einer Wiener Biotechfirma seien vielversprechend.

Seit gut zehn Jahren vermarktet die Wiener Firma Marinomed Nasensprays, Lutschpastillen und Rachensprays. Patienten in mehr als 40 Ländern haben sie gegen Schnupfen und bei mit Grippe assoziierten Krankheiten eingesetzt. Jetzt hat das biopharmazeutische Unternehmen den darin enthaltenen Wirkstoff Carragelose in Hinblick auf Corona untersucht und "gibt bekannt, dass mit präklinischen Daten gezeigt werden konnte, dass Carragelose das Potenzial hat, das Risiko an COVID-19 zu erkranken zu reduzieren oder auch die Krankheit zu behandeln." Das bestätigen Daten aus Zellkulturtests.

Schutzschicht

Und das funktioniere so: In der Regel bekommen Menschen COVID-19 nachdem das SARS-CoV-2 Virus durch die Nase oder den Rachen in den Körper eingedrungen ist. Carragelose bildet auf den Schleimhäuten der Atemwege eine Schutzschicht - eine physische Barriere -, die vor der viralen Infektion und der Ausbreitung der Viren schützen kann. Die dadurch geminderte Virenlast erlaubt dem eigenen Immunsystem, das Virus effektiver zu bekämpfen.

In klinischen Studien an mehr als 600 Probanden konnte die Wirksamkeit an Patienten, die an frühen Symptomen einer Erkältung gelitten haben, bestätigt werden. Ein besonderer Vorteil der Carragelose sei, dass Infektionen mit unterschiedlichen Arten von Erkältungsviren, wie Rhinoviren und bereits länger bekannten Coronaviren gleichermaßen unterdrückt werden können.

Lungenschutz

Nun plant Marinomed klinische Tests für eine Inhalationslösung auf Basis derselben Technologie, die dann auch in der Lunge wirken könnte. Erste Daten zur Wirksamkeit werden in den nächsten 12 Monaten erwartet. Bei einer erfolgreichen klinischen Prüfung könnte, hofft, die Firma, 2021 ein Inhalationsprodukt auf Carragelose-Basis zur Verfügung stehen.
 

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