Syringe, medical injection in hand. Vaccination equipment.

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Wissen Gesundheit
12/14/2020

Covid-19-Impfstoffe: Nächstes Präparat auf der Zielgeraden

Die deutsche Biotechnologiefirma Curevac startet mit seinem Impfstoffkandidaten "CVnCoV" in die finale Phase-III-Studie.

Das deutsche Biotechunternehmen Curevac startet die entscheidende Studie mit seinem Covid-19-Impfstoff. In die für eine Zulassung relevante, weltweite Phase-III-Studie sei der erste Teilnehmer aufgenommen worden, teilte die Gesellschaft am Montag mit. Die Untersuchung soll voraussichtlich mehr als 35.000 Probanden an Standorten in Europa und Lateinamerika umfassen.

Finale Tests mit "CVnCoV"

"Mit dem Start der zulassungsrelevanten Phase-IIb/III-Studie haben wir einen weiteren wichtigen Meilenstein in der Entwicklung unseres Impfstoffkandidaten CVnCoV erreicht", sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas. Aus der Phase-I-Studie mit dem Impfstoff hatte Curevac im November positive Zwischenergebnisse veröffentlicht. Die Europäische Kommission hat sich von dem Unternehmen bereits bis zu 405 Millionen Impfdosen gesichert.

In Phase I war der Impfstoff 250 gesunden Probanden im Alter von 18 bis 60 Jahren verabreicht worden, um seine Verträglichkeit und Immunogenität zu überprüfen. In der zweiten Phase werden seit Spätsommer 690 Probanden in klinischen Zentren in Peru und Panama geimpft. Ziel der dritten Phase ist es, Wirksamkeit und Sicherheit des neuen sogenannten mRNA-Impfstoffs gegen das Virus zu beweisen.

Moderner mRNA-Impfstoff

Ebenso wie der Impfstoff des deutschen Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer arbeitet auch Curevac mit diesem synthetisch erzeugten Botenmolekül, das im Körper die Bildung eines Virus-Eiweißes anregt. Dies löst eine Immunreaktion aus, die den Menschen vor dem Virus schützen soll.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Impfungen, bei denen der Wirkstoff mittels Viren über mehrere Monate angezüchtet und dann in abgeschwächter Form injiziert wird, verzichtet der mRNA-Impfstoff auf lebende Krankheitserreger und Zellkulturen. Dadurch sollen sich mögliche Sicherheitsrisiken verringern. Biontech und Pfizer haben bereits die Notfallzulassung durch die US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten und in Großbritannien wird der Impfstoff bereits verabreicht.

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