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Wissen Gesundheit
04/23/2021

Besser als Pinky Gloves: Diese Erfindungen helfen Frauen wirklich

Nicht jede Idee floppt so wie die Pinky Gloves. Viele Innovationen sind durchaus nützlich.

von Laila Docekal, Johannes Arends

Der weibliche Körper und seine Gesundheit bieten nicht erst seit den Pinky Gloves einen fruchtbaren Boden für Produktneuheiten. Die zwei (männlichen) Erfinder der rosa Handschuhe für Frauen mit Regelblutung haben allerdings nach ihrem Auftritt in der Vox-Gründershow „Höhle der Löwen“ so viel Kritik geerntet, dass Produktion und Vertrieb nun eingestellt wurden.

Dabei gibt es inzwischen viele sinnvolle Erfindungen für den weiblichen Körper: Andere (weibliche) Start-ups sind in der Vergangenheit in derselben Sendung bei den „Löwen“ jedoch auf weniger Begeisterung und Finanzierungsbereitschaft gestoßen. Investor Carsten Maschmeyer hatte in einem Fall etwa lieber an weibliche Investoren verwiesen. Diese machen aber nur zwei bis vier Prozent aller Financiers weltweit aus. Die Konsumentinnen haben inzwischen trotzdem schon so einigen Gründerinnen zum Erfolg verholfen – nachhaltige Alternativen von Frauen für Frauen funktionieren offensichtlich.

Auch technische Hilfsmittel sind schon lange nicht mehr nur Männersache. Weltweit verfolgen bereits Millionen Frauen ihren Zyklus und alle damit einhergehenden Symptome mithilfe von Periodentrackern. Apps wie Clue oder Period Tracker helfen dabei im Auge zu behalten, wie regelmäßig die Tage sind, wie stark und ob Frau während der Zeit besonders unreine Haut hat oder mehr Süßes isst.

  • Elektrischer Bauchgurt: Mithilfe von elektrischen Impulsen und Wärme hilft etwa ein selbstklebendes Gelpad, das man am Bauch befestigt, gegen Menstruationsbeschwerden sowie Endometrioseschmerzen und soll den Einsatz von Schmerzmitteln reduzieren (etwa Beurer EM 50 ab ca. 60€). Das Akku-Gerät ist so flach, dass es unter der Kleidung getragen werden kann. Hilft nicht jeder Betroffenen, aber vielen.
  • Atemluft-Messgerät: Der Zyklus und die fruchtbaren Tage können jetzt auch mithilfe der Atemluft verfolgt werden. Während herkömmliche Methoden auf die Regelmäßigkeit des Zyklus bauen, meldet der Breathe ilo Zyklustracker über eine tägliche Atemprobe, wann die fruchtbare Phase ist. Wem die Anschaffungskosten von 259 € zu teuer sind, kann das Gerät auch für 29,90 € im Monat mieten. Der Algorithmus lernt dazu und wird von Monat zu Monat genauer bei der Bestimmung – über eine App können wie bei anderen Zyklustrackern auch weitere Symptome notiert werden.
  • Schwangerschaftsapps: Hat sich ein Kinderwunsch erfüllt, stehen den Schwangeren und ihren Partnern etliche Apps zur Seite, die durch die Wartezeit begleiten. Apps wie BabyCenter oder Schwangerschaft+ zeigen von Woche zu Woche an, wie groß der Embryo ist, in welcher Entwicklungsphase er sich befindet und geben Vorbereitungstipps. Wenn das Baby einmal da ist, werden die Familien regelmäßig mit nützlichen Infos versorgt.
  • Brustkrebs-Erkennung: High-Tech-Erfindungen für den weiblichen Körper drehen sich aber nicht nur um den Zyklus und die Fortpflanzung. Zwei 18-jährige Mexikaner haben 2017 etwa einen BH zur Brustkrebs-Früherkennung erfunden. Eingebaute Sensoren messen die Temperatur des Brustgewebes, da bösartige Tumore minimale Temperaturerhöhungen auf der Brustoberfläche verursachen. Den BH gibt es noch immer nicht am Markt, aber aus der Idee entstanden in Mexiko Studios mit Früherkennungskabinen, in denen ein Temperaturbild gemacht wird, auf dem Auffälligkeiten erkennbar sind.
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