© EPA/Leszek Szymanski

Wissen Gesundheit
03/31/2021

Astra Zeneca vermarktet Coronavirus-Impfstoff künftig als Vaxzevria

Neuer Name von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt. Umbenennung war laut Unternehmen schon seit Monaten geplant.

Der Verdacht, dass die etwas in Verruf geratene Bezeichnung "Astra Zeneca-Impfstoff" mit einer neuen Bezeichnung auch das negative Image reinwaschen soll, liegt nahe. Allerdings widersprach das Unternehmen dieser Darstellung am Mittwoch. "Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant", heißt es in einer Mitteilung.

Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet.  Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astra Zeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter diesem Namen.  Bisher ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine Astra Zeneca bekannt. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung.

Impfstoff ist wirksam

Der britisch-schwedische Impfstoffhersteller betonte unterdessen nach der erneuten Einschränkung des Einsatzes seines Coronavirus-Impfstoffs in Deutschland den Nutzen des Präparats. Die Zulassungsbehörden in Großbritannien und der Europäischen Union sowie die Weltgesundheitsorganisation seien zu dem Schluss gekommen, dass der Nutzen des Mittels die Risiken in allen Altersgruppen deutlich überwiege.

Der Impfstoff von Astrazeneca soll nach einem Beschluss der deutschen Gesundheitsminister von Bund und Ländern fortan in der Regel nur noch für Personen ab 60 Jahren eingesetzt werden. Zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) eine solche Altersbeschränkung für Astrazeneca empfohlen. Hintergrund sind Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen.

Man respektiere die Stiko-Entscheidung, hieß es in der Mitteilung von Astra Zeneca. "Die Patientensicherheit hat für das Unternehmen höchste Priorität. Wir werden weiterhin mit den deutschen Behörden zusammenarbeiten, um mögliche offene Fragen zu klären." Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) habe zwar keinen kausalen Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und Gerinnungsereignissen feststellen können, doch sei sie zu dem Schluss gekommen, "dass für sehr seltene Fälle von schweren zerebralen thromboembolischen Ereignissen mit Thrombozytopenie ein kausaler Zusammenhang mit dem Impfstoff nicht bewiesen, aber möglich ist und weiter untersucht werden sollte", so die Mitteilung weiter.

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