Bis dahin wollen Wissenschaftler nicht völlig ausschließen, dass die roten Beeren einzelnen Personen eventuell geringfügig helfen. Und sie attestieren Cranberry-Produkten zumindest, dass sie keine schweren Nebenwirkungen auslösen.

© REUTERS/MATHIEU BELANGER

Vorbeugen
10/27/2015

Das hilft gegen Blasenentzündung

Der Effekt von Cranberry-Saft wird überschätzt. Wie sich eine Infektion am besten verhindern lässt.

Ständiger Harndrang, ein unangenehmes, bis hin zu schmerzhaftes Brennen beim Wasserlassen – die meisten Frauen kennen die typischen Symptome einer Harnwegsinfektion. Wer viel Flüssigkeit zu sich nimmt (vorzugsweise Blasentee aus der Apotheke), sich Ruhe und Wärme gönnt, kann das Schlimmste verhindern und die Entzündung legt sich innerhalb weniger Tage von selbst wieder.

Dauern die Beschwerden allerdings an oder verschlechtert sich die Situation sogar, ist dringend ärztlicher Rat gefragt, sonst wandern die Keime die Harnwege hinauf und es entwickelt sich eine Blasenentzündung – oder noch schlimmer, eine Nierenbeckenentzündung. Dann führt kaum noch ein Weg an einer Antibiotika-Therapie vorbei.

Damit Harnwegsinfekte und Blasenentzündungen nicht chronisch auftreten, gibt es eine Reihe von Tipps, die man befolgen kann:

1. Hygiene

Infekte werden meist durch verschleppte Darmbakterien ausgelöst. Daher gilt nach dem Klogang immer: von vorne nach hinten wischen.

2. Cranberry-Saft

Die Wirkweise der roten Beeren wird oft überschätzt. Zwar kann der Saft oder auch das Extrakt präventiv bzw. unterstützend bei einer Entzündung eingenommen werden, verlassen sollte man sich aber nicht auf die Wirkung, warnte erst kürzlich auch die US-Cleveland Clinic. Zwar können Wirkstoffe der Cranberry verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenwand festsetzen, aber offenbar reicht die Wirkung nicht, um die Harnwege zu schützen.

3. Sex-Regeln

Es klingt vielleicht unromantisch, kann aber auch Teil des Vorspiels sein: Vorzugsweise sollten sich beide Partner vor und nach dem Geschlechtsverkehr waschen. Da während des Verkehrs Bakterien in der Harnröhre hinaufwandern können, sollte die Frau nachher auch gleich auf die Toilette gehen.

4. Kalt abduschen

Es mag absurd klingen, weil bei Blasenentzündungen grundsätzlich Wärme gut tut und auch hilft. Doch Keime haben es auch gerne warm. Der Tipp von Gynäkologen ist daher, nach dem Sex und bei leichten Beschwerden den Intimbereich kalt abzubrausen.Ein spezielles Intim-Duschgel ist übrigens nicht notwendig und schadet dem empfindlichen Gleichgewicht oft eher, als dass es hilft.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.