An Kaliforniens Küste sind kürzlich tausende Seewürmer angespült worden.

© APA/AFP/iNaturalist/KATE MONTANA

Wissen
12/17/2019

Bizarr: Tausende "Penisfische" an kalifornischer Küste angespült

An einem Strand nördlich von San Francisco bietet sich derzeit ein nicht ganz jugendfreies Bild.

Die Natur hat allerhand Bizarres zu bieten. Bestes Beispiel: An der nordkalifornischen Küste wurden in den vergangenen Tagen Tausende Penisfische angeschwemmt.

Die länglichen, blassrosaroten, pulsierenden, phallusartigen Kreaturen kamen in Massen an einem Strand rund 80 Kilometer nördlich von San Francisco zu liegen, berichtet unter anderem das Magazin Bay Nature. Der Zeitschrift waren zunächst von einem Wildtier-Hobbyfotografen Bilder des mit Penisfischen überhäuften Strandabschnitts zugeschickt worden, berichtet CNN.

einen Instagram Post Platzhalter.

Wir würden hier gerne einen Instagram Post zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Instagram zu.

Aphrodisierende Delikatesse

Der Penisfisch gehört zur Familie der Igelwürmer – und heißt eigentlich Urechis unicinctus. Umgangssprachlich hat sich aufgrund der auffallenden Ähnlichkeit mit dem männlichen Geschlechtsteil jedoch der Begriff Penisfisch eingebürgert. Penisfische sind vor allem im Pazifischen Ozean beziehungsweise an den Küsten Chinas, Koreas und Japans verbreitet. In Südkorea gelten sie als Delikatesse, da ihnen eine aphrodisierende Wirkungen nachgesagt wird.

einen Instagram Post Platzhalter.

Wir würden hier gerne einen Instagram Post zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Instagram zu.

Strandbesucher bekommen die sonderbaren Meeresbewohner üblicherweise nicht zu Gesicht. Denn Penisfische graben sich tief in den Sand. Wie CNN und der Guardian berichten, haben jüngst aufgetretene Stürme und Starkregenfälle in der Region jedoch besonders starke Wellen verursacht, die den Sand weggeschwemmt und die Würmer freigelegt haben. Ähnliche Penisfisch-Invasionen gab es dort bereits in den Jahren 2010 und 2016.

U-förmige Höhlen

Mit einer Größe von bis zu 25 Zentimetern graben die Penisfische u-förmige Höhlen in den Sand, um dort Nahrung zu finden. Die Lebewesen haben "die perfekte Form für ein Untergrundleben", erklärt der Biologe Ivan Parr in einem Text für das Magazin Bay Nature.

Ob die Penisfische Schaden daran nehmen, wenn sie aus ihren Höhlen an die Oberfläche gespült werden, ist unklar. Bei den widerstandsfähigen Würmern handelt es sich laut Parr um uralte Kreaturen. Einer der ältesten jemals gefundenen Würmer soll 25 Jahre alt gewesen sein. Weil sie hauptsächlich unter der Erde leben, sei die Population der Würmer schwer zu bestimmen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.