Leben
15.09.2017

USA: Hurrikan Harvey spült bizarre Kreatur an

Neben einer Spur der Verwüstung hat Hurrikan Harvey auch ein mysteriöses Wesen am Strand von Texas hinterlassen.

Rätselraten im Netz: Nachdem Preeti Desai, Mitarbeiterin der Umweltorganisation National Audubon Society, vor einer Woche auf Twitter einige Bilder der Kreatur teilte, versucht die Community den halbvertrockneten Kadaver zu identifizieren.

Wie die BBC berichtet, entdeckte Desai die längliche Kreatur, die keine Augen, dafür spitze Reißzähne besitzt, bei einem Spaziergang am Strand von Texas City. Bereits aus der Ferne soll die Frau die seltsamen Umrisse des schlangenartigen Wesens wahrgenommen haben. Als sie näher kam, traute sie ihren Augen nicht: "Es kam vollkommen unerwartet, es ist nichts, was man normalerweise an einem Strand findet", erinnert sich Desai im Gespräch mit der BBC.

Zunächst habe sie das Tier für ein Neunauge, ebenfalls ein schlangenartiges Tier, gehalten – dieses hat allerdings ein Saugmaul. "Als ich das Maul sah, dachte ich, dass es das nicht sein kann. Es sah aus wie etwas, das aus tieferen Gewässern kommt."

An die Twitter-Gemeinde wandte sie sich, um herauszufinden, "um was zum Teufel es sich dabei handelt".

Spezialist meldete sich

Auf Desais Tweet, der bisher über 6.000 Mal geteilt und über 800 Mal kommentiert wurde, wurde schließlich auch Aal-Spezialist Kenneth Tighe vom Smithonian National Museum of Natural History aufmerksam. Tighe identifizierte das Wesen als Schlangenaal beziehungsweise Congar- oder Röhrenaal. Wesentliches Merkmal beider Gattungen seien die Fangzähne. Eine genaue Bestimmung sei aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung des Tiers nicht möglich. Dass das Tier keine Augen hat, führt der Experte darauf zurück, dass es an Land ausgetrocknet sei.

Nachdem Desai ihre Fotos geschossen hatte, entfernte sie sich wieder von dem Kadaver und überließ das tote Tier der Natur: "Gut, du aalartiges Ding, du magst tot sein und verrotten, aber jetzt bist du berühmt", twitterte sie.

Fischer entdeckt schwimmenden "Ballon"

Der Fall des Aal-Kadavers erinnert an einen spektakulär aussehenden Fund im Indischen Ozean. Der australische Fischer Mark Watkins war vergangenes Jahr gemeinsam mit seinem Vater vor der Westküste Australiens zum Fischen unterwegs, als vor ihnen im Wasser ein rosafarbener "Ballon" auftauchte. Als sich die beiden Fischer dem Objekt näherten, bemerkten sie schließlich den starken Verwesungsgeruch, der von diesem ausging und stellten fest, dass es sich um einen verendeten Wal handelte (mehr dazu hier).