Warum jeder Frosch schützenswert ist

Warum jeder Frosch schützenswert ist
Die heimischen Amphibien sind in Bedrängnis. Dabei erfüllen sie eine wichtige Aufgabe in der Natur.

Mitunter ist es ein weiter Weg, vergleichbar einem Fußmarsch von Wien nach Paris: Wenn sich Frosch- und Schwanzlurche im Frühling auf Wanderschaft begeben, um in das Gewässer ihrer Metamorphose zurückzukehren, legen sie bis zu zwei Kilometer zurück; maximal 600 Meter schaffen sie pro Nacht. Manchmal müssen sie ihren Ausflug – immer der Hell-Dunkel-Grenze des Waldrandes und dem Geruch von Wasser nach – unfreiwillig an einem Krötenzaun unterbrechen. Die Hindernisse sollen die Amphibien vor dem Tod auf der Straße bewahren.

„In den 1970er/80er-Jahren, als der Verkehr zugenommen hat, rückten teilweise Schneefahrzeuge aus, um die überfahrenen Tiere wegzuräumen“, erzählt Andreas Maletzky. Der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Herpetologie (Amphibien und Reptilien) weiß zudem, dass noch vor weniger als hundert Jahren Froschschenkel allerorts angerichtet wurden, weil üppige Mahlzeiten in kürzester Zeit säckeweise gesammelt werden konnten.

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