┬ę schauTV

Wirtschaft

Zu Besuch im Sparefroh-Museum

Ein Spaziergang durch die Weltspartags-Geschenke der vergangenen Jahrzehnte.

von Christine Klafl

10/31/2019, 10:43 AM

"Oh, dieses Pl├╝schtier habe ich noch zu Hause. Und das auch." Saya Ahmad, Bezirksvorsteherin von Wien-Alsergrund, kommt aus dem Schw├Ąrmen gar nicht mehr heraus, als sie sich die Exponate im Sparefroh Haus anschaut. Dieses Haus b├╝rgt f├╝r jede Menge Kindheitserinnerungen, enth├Ąlt es doch die wohl gr├Â├čte heimische Sammlung an Weltspartags-Geschenken.

Steinkellner-Sammlung

Zusammengetragen hat diese Sammlung Renate Steinkellner, die 35 Jahre lang Bankangestellte war. Seit 1977 hat sie die Pr├Ąsente ihres Arbeitgebers Zentralsparkasse und den Nachfolgeinstituten, die alle schlie├člich in der Bank Austria m├╝ndeten, zusammengetragen. Von der Sammelleidenschaft einmal angesteckt, hat sie sich auch um Weltspartags-Geschenke bem├╝ht, die bis zum Jahr 1957 zur├╝ckreichen. Das Sparefroh Haus ist ├╝brigens ein Teil des Bezirksmuseum Alsergrund (Wien 9, W├Ąhringer Stra├če 43).

1,30 Meter gro├č

Was beim Betreten des Sparefroh Hauses sofort ins Auge sticht, sind zwei etwa 1,30 Meter gro├če Sparefroh-Figuren. Sie geh├Ârten fr├╝her zu jenen Figuren, die am Weltspartag vor den Filialen Klein und Gro├č in die Zentralsparkasse-Filialen einlud. Die Sammlung selbst, liebevoll in Glasvitrinen arrangiert, besteht aus rund 400 Exponaten. An den Ausstellungsst├╝cken sind quasi die Entwicklung des Industriedesigns, die technische Entwicklung und die Vorlieben der Kinder abzulesen. Pr├Ąsente, die besonders begehrt waren, wurden immer wieder aufgelegt. So wie eine Glasserie mit Blumenmotiven, von denen es in verschiedenen Jahren einmal Stamperl, einmal Longdring-Gl├Ąser und einmal Henkelgl├Ąser gab.

Schuhputzzeug, N├Ąhzeug, Z├╝nder in Sparbuchh├╝llen, Aschenbecher - immer wieder versuchten die Banken, wirklich N├╝tzliches zu bieten. So wie ein Schraubenzieher-Set, das die Autorin dieser Zeilen selbst noch zu Hause hat. Was sind die wertvollsten St├╝cke der Sammlung? "Das Salatbesteck mit Porzellangriffen", sagt Renate Steinkellner. Und eine Sparb├╝chse in Globus-Form. Aschenbecher gibt es schon lange nicht mehr im Pr├Ąsente-Sortiment der Geldh├Ąuser. Daf├╝r haben sie moderne Technik aufgenommen. In den vergangenen Jahren gab es etwa Computerspiele oder Ladeger├Ąte f├╝rs Handy.

Spar-Tiere

Fr├╝her, in ihrer Jugend, seien Bankmitarbeiter in der Weltsparwoche noch durch die Schulen gezogen, erinnert sie sich. Das sei vorbei. Auch die fr├╝her beliebten "Spar-Tiere" sind zwar noch in der Steinkellner-Sammlung zu sehen, aus dem Alltag aber verschwunden - wie der Hamster Goldi der Creditanstalt oder das Nilpferd Hippo der L├Ąnderbank. K├Ânnen Sie sich vielleicht noch an die Familie Groschenbauch erinnern? Das waren drei unterschiedlich gro├če und unterschiedlich eingef├Ąrbte Sparschweine auf einer gr├╝nen Tasse, die es 1973 zum Weltspartag gab.

Der Sparefroh wurde ├╝brigens 1955 in Stuttgart geboren und schon im Jahr darauf nach Wien geholt. Seit 2006 hat ihn die Erste Bank wiederbelebt.

Jederzeit und ├╝berall top-informiert

Uneingeschr├Ąnkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare

Kurier.tvMotor.atKurier.atFreizeit.atFilm.atImmmopartnersuchepartnersucheSpieleCreated by Icons Producer from the Noun Project profilkat