Harald Mahrer

© Kurier / Juerg Christandl

Wirtschaft
06/25/2020

WKÖ-Wiederwahl: Das hat Harald Mahrer die nächsten fünf Jahre vor

Themen sind Bildung und Qualifizierung, Innovation und Digitalisierung sowie Internationalisierung und Export.

von Wolfgang Unterhuber

Das Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer wählt heute, Donnerstag, für fünf Jahre ein neues Präsidium. Präsident Harald Mahrer wird dank der satten Mehrheit seines ÖVP-Wirtschaftsbundes wiedergewählt.

Im Vorfeld hat Mahrer seine Schwerpunkte für die neue Funktionsperiode bis 2025 vorgestellt. Grundsätzliches Ziel ist es, die heimische Wirtschaft stärker zu machen, als sie es vor Ausbruch der Coronakrise war, sagt er.

In der Wirtschaftskammer setzt Mahrer vor allem auf Bildung und Qualifizierung, Innovation und Digitalisierung sowie Internationalisierung und Export. Die Lehre müsse weiter aufgewertet werden, ein entsprechendes Programm werde dazu weiterentwickelt.

Digitaler Live-Unterricht wenig genutzt

Auch neue Vermittlungsformate im Rahmen einer Bildungsplattform der WKÖ plant Mahrer. Er sprach von einem "Netflix der digitalen Bildung".

Für die Exportunternehmen kündigt Mahrer den Start eines „globalen Chancenprogramms" an. "Wir wollen mit unseren Betrieben um jeden internationalen Auftrag kämpfen." Dabei wird der Schwerpunkt auf vier Regionen gelegt, wo auch in einzelnen Ländern neue Außenwirtschaftscenter eröffnet werden sollen: Südostasien, Zentralasien (plus Kaukasus-Region), Westafrika und Ostafrika.

Beim Thema Innovation und Digitalisierung will Mahrer die Digitalisierung „noch mehr Richtung KMU" drehen. So soll ein KMU-Zentrum für Dateninnovation gegründet werden. Die Klein- und Mittelunternehmen verschiedener Bereich sollen so besser kooperieren.

Gestärkt werden sollen auch regionale Kooperationen. Grundsätzlich müsse die Wirtschaft Österreichs „auf eine bedingungslose Qualitätsorientierung setzen. Das macht uns international erfolgreich - nicht weil wir kostengünstig produzieren, sondern weil wir innovativ sind."

Mahrer richtet seinen Sozialpartnern auch eine Botschaft aus: "Vor der Krise war vielen nicht bewusst, wie komplex, vielfältig, international vernetzt und verwundbar die österreichische Wirtschaft ist. In der Krise hat man schnell gesehen, dass die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer im selben Boot sitzen. Vorher wurde das von einigen Stakeholdern oft klassenkämpferisch dargestellt."

Die Wirtschaftskammerwahl hat Anfang März stattgefunden. Auf den Wirtschaftsbund entfielen 69,6 Prozent der Stimmen, auf die SPÖ-Liste 10,3 Prozent, auf die Grüne Wirtschaft 9,5 Prozent und auf die Freiheitliche Wirtschaft 6,2 Prozent. Der Rest verteilte sich auf die sonstige Listen.

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