50,5 Zähler und damit um 1,8 Punkte mehr als im Vormonat weist der Einkaufsmanager-Index, eine Umfrage unter 5000 Unternehmen, für die Eurozone aus. Das ist der höchste Stand seit August 2011. Ab 50 Zählern signalisiert das Barometer Wachstum und eine Stabilisierung der Konjunktur. (06.08.2013)

© APA/HELMUT FOHRINGER

Wirtschaft
11/05/2020

Wifo: Zweiter Lockdown bremst Erholung aus

Das Wifo rechnet für das kommende Jahr nur mit 2,8 Prozent Wachstum statt den bisher erwarteten 4,4 Prozent.

Der wegen der Corona-Pandemie seit Dienstag geltende zweite Lockdown in Österreich wird die heimische Wirtschaft heuer und nächstes Jahr voraussichtlich stärker in Mitleidenschaft ziehen als bisher angenommen.

Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) geht für 2020 nun von 7,7 Prozent BIP-Einbruch aus statt der noch im Oktober angenommenen 6,8 Prozent Minus. Und 2021 dürfte die Wirtschaft nur um 2,8 statt 4,4 Prozent wachsen.

0,6 Prozentpunkte dieses zusätzlichen Einbruchs im heurigen Jahr seien auf den Bereich Beherbergung und Gastronomie zurückzuführen, der Rest vor allem auf (freiwilligen) Konsumverzicht in anderen Bereichen, erklärte das Wifo am Donnerstag in einem Update zu seiner Herbstprognose und seiner jüngsten Mittelfristprognose.

EU-Kommission optimistischer

Die EU-Kommission ist in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Herbstprognose optimistischer und hat die Erwartung für Österreich nicht weiter nach unten revidiert. Wohl aber für das kommende Jahr. Für 2020 rechnet die Brüsseler Behörde weiterhin mit 7,1 Prozent Einbruch des Bruttoinlandsprodukts (BIP), für 2021 hat sie die Wachstumserwartung aber gegenüber der Sommerprognose von Juli von 5,6 auf 4,1 Prozent reduziert.

Für 2022 geht die EU-Kommission von nur 2,5 Prozent Wachstum für Österreich aus.

Die Eurozone dürfte der Brüsseler Prognose zufolge heuer um 7,8 Prozent schrumpfen, 2021/22 um 4,2 bzw. 3,0 Prozent wachsen. In der gesamten EU dürfte das BIP demnach heuer um 7,4 Prozent sinken und dann um 4,1 bzw. 3,0 Prozent zulegen.

Steigende Infektionsraten und die jüngste Verschärfung der Corona-Eindämmungsmaßnahmen würden die Wachstumsaussichten für den Rest des Jahres 2020 und Anfang 2021 dämpfen. Ein Vorkrisenniveau sei erst gegen Ende 2022 zu erwarten.

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