Westbahn: Zugverkauf an Deutsche Bundesbahn noch nicht auf Schiene

Die Westbahn fährt seit Dezember 2011 zwischen Wien und Salzburg.
Offensichtlich dauern die Verhandlungen zwischen der Westbahn und der Deutschen Bahn länger als geplant.

Der Verkauf des gesamten Schienenfuhrparks (17 Doppelstock-Triebwagenzüge) der Westbahn an die Deutsche Bundesbahn (DB) ist noch nicht abgeschlossen. Die europaweite Ausschreibung für den Ankauf von gebrauchten Doppelstock-Wende-Elektrotriebzügen mit mehr als 500 Sitzplätzen wurde am 15. März 2019 veröffentlicht.

„Die Westbahn und die Deutsche Bahn führen derzeit Gespräche über den Ver- bzw. Ankauf von Fahrzeugen“, teilt eine DB-Sprecherin dem KURIER mit. „Sollte es zu einer Vertragsunterzeichnung kommen, werden wir weitere Details bekannt geben.“ Dabei sollten die ersten Fahrzeuge des Schweizer Zugherstellers Stadler „schon ab dem Fahrplanwechsel Dezember 2019 kurzfristig geliefert werden“.

Chinesischer Staatskonzern CRRC

Die 17 Züge stehen mit einem Buchwert in Höhe von 232 Millionen Euro in der Westbahn-Bilanz. Indes will der Privatbahnbetreiber um Hans Peter Haselsteiner und Erhard Grossnigg künftig beim chinesischen Staatskonzern CRRC moderne Doppelstockzüge mit einer höheren Maximalgeschwindigkeit und Beschleunigung ordern. Dem Vernehmen nach soll CRRC dabei eine günstige Finanzierung bieten.

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