Bezahlen im Internet ist f├╝r viele Konsumenten praktisch, aber nicht frei von Risiken, so die Arbeiterkammer.

┬ę EPA/MORGAN EKNER / HANDOUT

Wirtschaft
12/03/2020

Viele Beschwerden zu Zahldienst Klarna

Die Schwedische Bank wickelt Online-Bezahlungen ab, kommuniziert laut Arbeiterkammer aber nicht ausreichend mit Kunden.

Bei der Arbeiterkammer (AK) sind heuer schon 2.000 Beschwerden zur schwedischen Bank Klarna eingelangt. Klarna wickelt f├╝r Online-Shops Transaktionen ab, etwa den Kauf auf Rechnung.

Oftmals bekamen Konsumenten eine Mahnung, obwohl sie erste Rechnung oder die Ware noch gar nicht erhalten haben, die Ware retourniert haben oder vom Vertrag zur├╝ckgetreten sind. Klarna schaltet laut AK auch rasch Inkassob├╝ros oder Anw├Ąlte ein.

Das gro├če Problem sei, dass Klarna Konsumenten nicht antworte, so die AK am Donnerstag in einer Aussendung. Selbst die Kammer hatte mit ihren Schreiben an Klarna kaum Erfolg. "Erst wenn wir beim Inkassob├╝ro oder Anwalt intervenieren, gibt es L├Âsungen. Aber es ist nicht einzusehen, dass es so weit kommen muss", so AK-Konsumentensch├╝tzerin Gabriele Zgubic.

Klarna solle die Beschwerden von Kunden ernst nehmen und sei als Zahlungsinstitut au├čerdem verpflichtet, M├Âglichkeiten zur au├čergerichtlichen Streitbeilegung anzubieten. Diese Information findet sich im Kleingedruckten der Allgemeinen Gesch├Ąftsbedingungen (AGB), die darin erw├Ąhnte Beschwerdestelle ist in Schweden.

Sicheres Bezahlen im Internet

Beschwerden zu Transaktionen im Zahlungsverkehr sind eines der Topthemen in der AK-Konsumentenberatung zum Thema Finanzen/Bank. Im ersten Halbjahr 2020 bezog sich jede f├╝nfte der 23.000 Finanzanfragen darauf. "Online-Zahlen ist praktisch, aber nicht frei von Risiken", warnte die AK und verwies auf ihre FAQ zum sicheren Bezahlen (www.arbeiterkammer.at/sicher-bezahlen).

Da wird etwa erkl├Ąrt, dass eine einmal beauftragte ├ťberweisung ├╝blicherweise nicht r├╝ckg├Ąngig gemacht werden kann, man mus sich in dem Fall mit dem Empf├Ąnger ├╝ber eine R├╝ckbuchung einigen. Auskunft gibt es auch zur missbr├Ąuchlichen Verwendung von Bankomat- oder Kreditkarte.

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