Elektroautohersteller Tesla schreibt dank starker Verkaufszahlen Gewinne

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
08/17/2020

Tesla und Porsche sind die Krisengewinner in der Autobranche

Eine Studie zeigt für unterschiedliche Autohersteller den durchschnittlichen Gewinn pro verkauftem Pkw auf. Die Ergebnisse sind völlig unterschiedlich, dabei steigen Tesla und Porsche besonders gut aus.

Im reinen Pkw-Geschäft, also ohne Berücksichtigung anderer Geschäftsfelder wie etwa LKW oder Zulieferteile, haben Autohersteller nach dem weltweiten Lockdown im ersten Halbjahr 2020 zum Teil erhebliche Verluste erwirtschaftet. Wie eine Studie des Center for Automotive Research (CAR) unter der Leitung von Ferdinand Dudenhöffer zeigt, sind dabei deutliche Unterschiede bei der Anpassung der jeweiligen Unternehmen an die Herausforderungen der Corona-Krise sowie bisher verborgene Schwächen der Automobilindustrie zu erkennen.

Hier der Vergleich im Überblick - die Zahl gibt an, wieviel Gewinn, bzw. Verlust das jeweilige Unternehmen beim Verkauf eines Pkw erwirtschaftet:

Sehr erstaunlich ist dabei die Entwicklung von Tesla im Vergleich zu BMW, Audi, oder Mercedes. Das Start-up aus den USA stellt in der Krise mit enormen Investitionen in neue Werke die etablierten Premiumhersteller in den Schatten. Nur Porsche konnte sich im 1. Halbjahr 2020 mit Tesla messen. Mit einem Gewinn pro Fahrzeug von durchschnittlich 2.890 Euro ist Tesla weit von den anderen Premiumherstellern – mit Ausnahme von Porsche – entfernt. Tesla ist, wie Porsche, klarer Gewinner in der Krise. Während die meisten Autobauer ihre Produktionskapazitäten verkleinern, setzt Tesla auch in der Krise ein gewaltiges Wachstumsprogramm um.

Die alte Regel, dass man im High-Luxury-Segment besser in die Zukunft kommt, gilt schon lange nicht mehr. Zwar schafft es Porsche mit 9.853 Durchnittsgewinn pro Fahrzeug seine hohe Profitabilität auch während der Corina-Krise zu behaupten, doch gleichzeitig zeigt Bentley, dass mit einem Verlust von 19.800 Euro pro Fahrzeug das High-Luxury Segment risikoreich ist - die britische Luxusmarke belegt im Ranking den letzten Platz, schreibt also pro verkauftem Wagen die höchste Verlustzahl.

Die Erkenntnis

Die Studie zeigt einerseits, wie wichtig das China-Geschäft für die Profitabilität der deutschen Autobauer ist. Ohne China würde die deutsche Autoindustrie erheblich schlechter dastehen, die enge Vernetzung mit dem Reich der Mitte ist daher ein Glücksfall für deutsche Hersteller.

Andererseits dürfte die Erholung von der Pandemie dürfte für die Automärkte in Europa, Nord- und Südamerika, Indien, Afrika ein sehr langsamer Prozess werden, Kapazitäten müssten daher abgebaut werden, heißt es in der Studie. Hohe Verluste in der Corona-Krise seien damit auch ein Indikator für den Anpassungsbedarf der einzelnen Unternehmen. Bei einigen wären daher dringende Veränderungen in der Unternehmensstruktur oder dem Herstellungsprozess notwendig.

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