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Wirtschaft
03/27/2019

Studie: Online-Versicherungen sind kaum gefragt

Nur sieben Prozent der Österreicherinnen und Österreicher können sich vorstellen, eine Versicherung online abzuschließen.

von Wolfgang Unterhuber

Das Beratungsunternehmen Ernst & Young (EY) hat über tausend Österreicherinnen und Österreicher zum Thema Versichern befragt. Hier die Details.

Jeder dritte Österreicher (34 %) hat in den vergangen zwölf Monaten einen privaten Versicherungsabschluss getätigt. 2017 waren es ein Viertel (26 %), 2016 gar nur 15 Prozent.

Kfz-Versicherungen besonders beliebt

Im Vorjahr waren Kfz-Versicherungen besonders beliebt (31 %), gefolgt von Haushaltsversicherungen (20 %) und Unfallversicherungen (7 %).

Beim Versicherungsabschluss zählt für den Großteil der Österreicher der persönliche Kontakt: Acht von zehn Österreichern (82 %) haben ihre letzte Versicherung offline bei Versicherungsvertretern (56 %), Maklern (10 %), Bankberatern (8 %) etc. abgeschlossen.

Online-Beratung nur für wenige ein Thema

47 Prozent stehen einer Online-Beratung, beispielsweise in Form von Chats, Co-Browsing oder Videoberatung, ablehnend gegenüber. Nur sieben Prozent schätzen die Online-Beratung als qualitativ besser ein – am beliebtesten ist dabei das Texten via Chatprogramm. 

Den letzten privaten Versicherungsabschluss vollzog laut der Studie gut jeder Sechste (17 %) der Befragten bei der UNIQA Österreich Versicherungen AG. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Generali Versicherung AG mit zwölf Prozent sowie die Allianz Versicherungs-AG mit elf Prozent.

Der Vertreter ist wichtigste Informationsquelle

Beim letzten Abschluss haben 39 Prozent der Österreicher eine Beratung – sei es online oder offline – in Anspruch genommen. Wie die aktuellen Ergebnisse zeigen, spielt dabei der persönliche Kontakt zu Beratern eine große Rolle, und zwar schon vor dem Vertragsabschluss.

Für mehr als die Hälfte (59 %) gelten Versicherungsvertreter auch während der Kaufentscheidung als Ratgeber Nummer eins.

Als Ratgeber rangiert die eigene Erfahrung ex aequo mit dem persönlichen Umfeld an zweiter Stelle – 56 Prozent der Befragten sehen Familie, Freunde und Bekannte als bedeutsame Ratgeber.

Online-Beratung gilt als qualitativ schlechter

Ein Drittel der Befragten (33 %) schätzt Online-Versicherungsberatung als qualitativ schlechter als persönliche Beratung, 14 Prozent sogar als viel schlechter ein.

Lediglich sieben Prozent sind der Meinung, eine Beratung über das Internet wäre besser. Adressänderungen (19 %), Kontodatenänderungen (17 %) sowie Schadensmeldungen (16 %) sind die am häufigsten genutzten digitalen Self-Service-Funktionen.

Niedriger Preis und Bequemlichkeit

Zwei Drittel der Österreicher (71 %) wollen aber keine höhere Prämie für einen Offline-Abschluss bezahlen. Gerade den geringen Preis schätzen übrigens Online-Versicherungskunden als wichtigen Grund für einen digitalen Abschluss, allen voran ist jedoch die Bequemlichkeit (44 %) ausschlaggebend.

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