© Ludwig Schedl

Energiewende
09/23/2020

Steigende Kosten für den Ökostrom

Wie viel die Haushalte künftig mehr bezahlen müssen, ist noch nicht bekannt

von Andreas Anzenberger

Die Energiewende ist nicht gratis. Der Ausbau erneuerbarer Energieträger bedeutet in Zukunft zusätzliche Kosten für die Haushalte. In einem ersten Schritt soll die Ökostromabgabe der Haushalte von jährlich rund 90 Euro auf etwa 120 Euro steigen.

Wie hoch die Kostensteigerung in den weiteren Jahren sein wird, lässt sich laut Energieaufsichtsbehörde E-Control derzeit noch nicht voraussagen. Bekannt ist die Menge an Ökostrom, die insgesamt benötigt wird, um die vorgegebenen Ziele zu erreichen, nämlich 37 Milliarden Kilowattstunden.

Mehr Ökostrom

Derzeit werden laut E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer lediglich 10 Milliarden Kilowattstunden an Ökostrom produziert. Die Ökostromabgabe dafür beläuft sich aktuell auf 1,1 Milliarden Euro. Die Frage lautet nun: Wie viel Förderung ist notwendig, damit die fehlenden 27 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom finanziert werden können? Das hängt auch davon ab, wie viele Ökostromanlagen ohne Förderung dazukommen. Eine Prognose dazu ist derzeit nicht möglich.

Wenn die geförderte Menge steige, werde sich das auf die Kosten auswirken, so E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Allerdings werden die Preissteigerungen erst in einigen Jahren wirksam: „Man muss erst einmal die Anlagen errichten.“

Die E-Control begrüßt den von Umweltministerin Leonore Gewessler vorgelegten Entwurf zur Reform des Ökostromregimes. Der Wirtschaft entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. VP-Staatssekretär Markus Brunner sieht im Entwurf eine „gute Ausgangsbasis, um unsere ambitionierten Klima- und Energieziele zu erreichen“.

Verglichen mit 2018 ist der Anteil an Ökostrom am gesamten Stromverbrauch im Vorjahr von 72 auf 78 Prozent gestiegen. Ein wichtiger Grund dafür war der höhere Wasserstand in den Flüssen. Auch Windkraft und Fotovoltaik haben zugelegt.

Etwa 60 Prozent des Strombedarfs wird aus Wasserkraft erzeugt. 18 Prozent entfallen auf alle anderen Ökostromproduzenten.

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