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Wirtschaft
02/16/2021

Schweizer Händler Coop steigerte im Krisenjahr 2020 Gewinn

Hamsterkäufe haben geholfen. Hemmschuh ist der Großhandel wegen des Gastro-Ausfalls.

Der Schweizer Großhändler Coop hat im vergangenen Jahr 2020 trotz eines leichten Umsatzrückgangs mehr Gewinn erzielt. Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg um knapp 7,2 Prozent auf 838 Mio. Franken (775,78 Mio. Euro).

Unter dem Strich blieb ein um 1,5 Prozent höherer Reingewinn von 539 Mio. Franken. Geholfen haben Coop dabei unter anderem die Hamsterkäufe der Bevölkerung während der Coronakrise.

Die Coop-Supermärkte wuchsen mit einem Nettoerlös von rund 12 Mrd. nämlich um über 14 Prozent. Hier habe Coop Marktanteile gewonnen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Bei den Fachmärkten war die Entwicklung sehr unterschiedlich. Während manche Formate wie beispielsweise die Import Parfümerien, die Schmuckgeschäfte von Christ oder die Marché Restaurants unter den Schließungen während der Pandemie litten, sind andere, darunter Coop Bau + Hobby, Lumimart oder Fust, in der Krise gewachsen. Insgesamt lag der Umsatz der Fachmärkte mit knapp 7,2 Mrd. rund 5 Prozent unter Vorjahr.

Minus beim Großhandelsgeschäft

Als Hemmschuh erwies sich das Großhandelsgeschäft: Mit einem Umsatz von 12,6 Mrd. schrumpfte dieses Geschäft um fast 11 Prozent. Bei Transgourmet, das im Großhandel den größten Anteil ausmacht, betrug der Rückgang knapp 17 Prozent auf 8,1 Mrd. Franken. "Dieser Umsatz konnte trotz umfassender pandemiebedingter Beschränkungen in der Gastronomie erreicht werden", betonte Coop in der Mitteilung.

Transgourmet beliefert vor allem Restaurants und bekam deshalb die Auswirkungen der Pandemie natürlich zu spüren.

Auf der anderen Seite kurbelte die Krise das Onlinegeschäft kräftig an. Laut der Mitteilung ist der Online-Supermarkt Coop.ch vergangenes Jahr um 45,5 Prozent gewachsen und hat neue Marktanteile gewonnen. Ebenfalls stark gewachsen sei der Online-Umsatz bei der Heimelektronik mit einem Plus von 33 Prozent, heißt es.

Über alle Sparten hinweg erzielte Coop einen Online-Umsatz von 2,6 Milliarden Franken, was etwas weniger (-0,15%) ist als im letzten Jahr. Auch hier waren für den Rückgang vor allem der Großhandel und die Produktion verantwortlich.

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