Schlachthof "Oberndorfer Fleisch" ist pleite

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Foto: APA/Fohringer  Preiskampf in der Fleischbranche setze oberösterreichischen Schlachtbetrieb matt (<em>Symbolfoto</em>)<br />
 

Fleischverarbeitungsunternehmen hat 5,1 Millionen Euro Schulden - Fortführung geplant.

Die IOOE Produktions GmbH, die laut Creditreform bis vor wenigen Tagen noch als „Oberndorfer Fleisch GmbH“ firmierte, hat einen Insolvenzantrag eingebracht. Der Schlacht- und Fleischproduktionsbetrieb mit Sitz in Ried im Traunkreis, Oberösterreich, hat laut Alpenländischen Kreditorenverband und KSV1870 ein Sanierungsverfahren beantragt und will sich mit einer 20-prozentigen Quote für die Gläubiger entschulden.

29 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen, zum Teil wollen sie das Unternehmen verlassen. Laut Creditreform setzte Oberndorfer in den vergangenen Jahren zwischen 20 und 24 Millionen Euro jährlich um.

Vor allem der Preiskampf „in der Fleischbranche“, der zum Schrumpfen der Margen geführt hat, wird als Insolvenzursache angeführt. „Zudem konnten – trotz eines Kapitalzuschusses der Gesellschafter im Jahr 2011 – die erforderlichen Cash-Flows nicht mehr erzielt werden, was in Verbindung mit der hohen Fremdfinanzierungsquote des Unternehmens zur Zahlungseinstellung gegenüber der Gläubigerschaft führte“, heißt es im Insolvenzantrag. „Beabsichtigt ist die Fortführung des Unternehmens zur Sanierung.“ Laut Insolvenzantrag soll eine positive Fortführungsprognose vorliegen.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten werden mit 5,12 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 2,56 Millionen Euro auf Lieferanten und 1,89 Millionen Euro auf Banken.

Das Vermögen

Die Aktiva haben einen Buchwert von 1,58 Millionen Euro, aber das freie Vermögen beträgt nur knapp 382.000 Euro. Offene Kundenforderungen in Höhe von 217.000 Euro wurden an ein Factoring-Institut abgetreten.

(KURIER) Erstellt am
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