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Wirtschaft
06/13/2019

Saftige Pleite eines hippen Restaurantbetreibers

Zwei Lokale in der Wiener Innenstadt sind von der Pleite betroffen, Ursache sollen Anlaufschwierigkeiten sein.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

„Hier hat vor drei Jahren alles begonnen. Mitten im historischen Kern von Wien verwöhnen wir unsere Gäste mit authentischen Klassikern der französischen Küche. Gönnen Sie sich im „Petit Déli“ am Hohen Markt ein genussvolles Mittagsmenü oder einen entspannten Café gourmand am Nachmittag“, heißt es auf der Firmen-Homepage. „Unser Küchenchef bereitet täglich saisonale und frische Gerichte zu, inspiriert von der reichen und vielseitigen Küche der verschiedenen Regionen Frankreichs und der Frankophonie. Dazu finden Sie verführerische Desserts in unserem Angebot. Unser freundliches Team steht gerne zu Ihrer Verfügung. Wir freuen uns auf Sie“.

Nun musste die Pamiga GmbH, welche am Hohen Markt in Wien ein Bistrot und in der Wipplingerstraße ein Restaurant „Midi“ und eine Produktionsküche  fürs Catering in Wien-Favoriten betreibt den Weg zum Insolvenzgericht antreten. Das bestätigte Stephan Mazal von Creditreform dem KURIER. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan angeboten. 13 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Gastro-Experte und Anwalt Walter Kainz bestellt.

Hohe Verluste

Als Insolvenzursachen werden Anlaufschwierigkeiten angeführt, die Verbindlichkeiten können nicht mehr bedient werden. Aktuelle Angaben zu den Schulden und zum Vermögen liegen derzeit noch nicht vor.

Bereits im Jahr 2017 wurden die Verbindlichkeiten mit 885.550 Euro beziffert, der Bilanzverlust mit 430.000 Euro und das negative Eigenkapital mit 412.500 Euro.

Das Unternehmen soll fortgeführt und saniert werden. Den Gläubigern soll 20 Prozent Quote geboten werden.