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Eurozone
02/22/2013

Rezession und Rekord-Arbeitslosigkeit setzen sich fort

Budgetkonsolidierung in Eurozone zeigt indes Wirkung. Österreichs Wirtschaft wächst heuer um 0,7 Prozent.

Die Rezession in der Eurozone setzt sich 2013 fort, in Österreich wächst hingegen die Wirtschaft.

Die EU-Kommission sagt in ihrer am Freitag veröffentlichten Konjunkturprognose ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent für das laufende Jahr in Österreich voraus. Damit steht Österreich deutlich besser als die Eurozone da, für die ein durchschnittlicher BIP-Rückgang von 0,3 Prozent 2013 vorausgesagt wird. Die Arbeitslosigkeit wird demnach heuer im Euroraum auf einen neuen Rekord von 12,2 Prozent steigen.

Für Deutschland wird heuer ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet, für Frankreich ein Plus in der Wirtschaftsleistung von lediglich 0,1 Prozent. Für die Rezession in der Eurozone sind vor allem die Volkswirtschaften in den Krisenländern Griechenland, Spanien, Italien, Zypern, Portugal und Slowenien verantwortlich, deren Wirtschaftsleistung auch im laufenden Jahr schrumpfen wird.

2014

2014 wird das Wirtschaftswachstum in Österreich dann nach Schätzungen der EU-Behörde 1,9 Prozent erreichen. Auch für die Eurozone erwartet die Kommission erst im nächsten Jahr bessere Konjunkturaussichten, nämlich ein Wachstum von 1,4 Prozent. In der gesamten EU rechnet die EU-Kommission 2013 mit nur 0,1 Prozent Wachstum. 2014 soll die Konjunktur dann EU-weit wieder um 1,6 Prozent anziehen.

Arbeitslosigkeit

Während die Prognose für den Arbeitsmarkt EU-weit düster aussieht, kann Österreich weiterhin mit der niedrigsten Arbeitslosenrate in der Union rechnen, nämlich 4,5 Prozent 2013 und 4,2 Prozent 2014; 2012 betrug sie 4,4 Prozent. In Griechenland wird die Arbeitslosenquote laut der Prognose heuer auf 27,0 Prozent klettern, in Spanien auf 26,9 Prozent.

Auch 2014 werden für die EU wenig bessere 11,0 Prozent vorhergesagt, für die Eurozone 12,1 Prozent.

Budget

Die Budgetkonsolidierung wird sich indes vor allem in den Ländern der Eurozone fortsetzen. Die EU-Kommission erwartet im laufenden Jahr ein durchschnittliches Defizit in der Währungsunion von 2,8 Prozent, also unterhalb der Maastricht-Schwelle von drei Prozent. Österreich wird demnach sein Defizit heuer auf 2,5 Prozent drücken und im nächsten Jahr auf 1,8 Prozent.

"Wir haben enttäuschende, belastbare Daten vom Ende vergangenen Jahres, ein bisschen optimistischere weiche Daten für die jüngste Vergangenheit und steigendes Investorenvertrauen in die Zukunft", sagte EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn. Der EU-Kommissar warnte die EU-Staaten vor einer Verschleppung von Reformen. Dies könnte einen positiven Stimmungsumschwung, Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen verzögern, sagte er.

Inflation

Die Inflation wird sich wegen des erwarteten schwindenden Einflusses hoher Energiepreise heuer bei 1,8 Prozent im Euroraum stabilisieren, schätzt die Kommission. Für Österreich werden Inflationsraten von 2,2 Prozent (2013) bzw. 1,9 Prozent (2014) prognostiziert.

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