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Wirtschaft
12/01/2021

Raumfahrt: Helium-Tanks aus Oberösterreich für das Weltall

Das oberösterreichische Unternehmen Peak Technology feiert einen weiteren Auftrag für seine Weltraumsparte.

von Wolfgang Unterhuber

Auftraggeber ist das italienische Raumfahrtunternehmen Avio mit Sitz in Rom. Avio gibt Peak Technology den Zuschlag für die Entwicklung und Produktion neuer Helium-Tanks für seine VEGA E- Raketen.

Hintergrund: Die VEGA E-Rakete von Avio soll ab 2025 im Auftrag der European Space Agency ESA (das ist die europäische NASA) Satelliten ins All transportieren. Bis dahin werden die neuen Tanks von Peak Technology designed, entwickelt und getestet.

Im Rennen um den Auftrag, hat sich Peak Technology gegen Mitbewerber aus den USA und Europa durchgesetzt, sagt Gründer und Geschäftsführer Dieter Grebner zum KURIER. „Das beweist unsere Kompetenz und wohl auch die Kombination aus Kosten und Leistung.“

Bisher haben die Oberösterreicher für die Italiener Hitzeschutzschilder für deren Raketen produziert.

 Das Auftragsvolumen will Grebner nicht nennen. Laut Experten dürfte es zwischen fünf und zehn Millionen Euro liegen. Pro Rakete sollen fünf Helium Tanks von Peak Technology zum Einsatz kommen. 

Hintergrund für Raketenfans-Fans: Die Tanks kommen in der neuen Oberstufe der Rakete an dem neuen Triebwerk M10 zum Einsatz. Das M10-Triebwerk ist das erste europäische Methantriebwerk und wurde in einem Zusammenschluss von Unternehmen aus mehreren europäischen Ländern entwickelt.

Zurück zu Peak Technology. Das Unternehmen mit Sitz in Holzhausen bei Wels machte sich bereits in der Vergangenheit mit Leichtbauteilen und Hochdrucktanks in der Raumfahrt einen Namen. 

Erst im August hat man einen Auftrag des Luftfahrtkonzerns Airbus an Land gezogen. Für dessen Satelliten, die im Weltraum für das Galileo-Projekt zum Einsatz kommen, liefert der Betrieb die Treibstofftanks.

Dort sollen sie 15 Jahre lang zum Einsatz kommen. „Unsere Weltraumsparte entwickelt sich gut und wir wollen sie auch weiter ausbauen“, sagt Grebner.

Das Unternehmen wurde 2007 gegründet und hat sich auf die Entwicklung und Produktion von Leichtbaustrukturen, Hochdrucktanks für die Raumfahrt, Wasserstofftanks sowie Zulieferteile für Trägerraketen und Satelliten spezialisiert.

Darüber hinaus beliefert das Unternehmen im Bereich Leichtbaukomponenten die Formel 1 und die Formel E.

Für das laufende Geschäftsjahr plant man 17 Millionen Euro Umsatz. Peak Technology hat derzeit 130 Beschäftigte aus 21 Nationen. Facharbeitermangel hat Grebner eher keinen. „Ich glaube wir sind international als cooles Unternehmen bekannt.“ 

Lieferkettenprobleme kennt Grebner schon. Aluminium, Kunst- und Klebstoffe würden zunehmend eng. „Das wird sich eher noch verschlimmern“, sagt Grebner.

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