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Raiffeisen-Holding NÖ-Wien überträgt Beteiligungen an RLB NÖ-Wien

Grundsatzbeschluss der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien: Industriebeteiligungen wandern zur Banktochter. Holding will Bankkonzession zurücklegen.
Raiffeisen Holding

Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien (RH NÖ-Wien) plant eine umfassende Umstrukturierung. Die Geschäftsleitung und die Aufsichtsgremien haben am Montag beschlossen, fast den gesamten Betrieb inklusive der Industriebeteiligungen über eine „Down-stream Abspaltung“ an die 100-Prozent-Tochter Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) abzugeben. Die Holding will dann ihre Bankkonzession zurückzulegen.

Durch diesen Schritt werden künftig sowohl das Bankgeschäft als auch das Management der weitreichenden Industriebeteiligungen direkt in der RLB NÖ-Wien zentral gebündelt, teilte die RLB NÖ-Wien am Montagnachmittag mit.

Strabag, NÖM, Leipnik-Lundenburger und Agrana

Zum weitreichenden Portfolio der Raiffeisen-Holding gehören unter anderem Anteile am Baukonzern Strabag, der Molkerei NÖM, dem Agrarkonzern Leipnik-Lundenburger Invest (LLI), dem Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana sowie Medienbeteiligungen wie dem KURIER. An den bestehenden Beteiligungsverhältnissen an der RH NÖ-Wien sowie an der RLB NÖ-Wien ändert sich durch die Transaktion nichts.

Ziel ist Vereinfachung der Konzernstruktur

Ziel der Zusammenlegung ist den Angaben zufolge eine Vereinfachung der historisch gewachsenen Konzernstruktur. Die Steuerung der Beteiligungen soll dadurch in Zukunft effizienter gestaltet werden. Zudem erwartet man sich von der Bündelung der operativen Geschäftsaktivitäten eine weitere Stärkung der Positionierung der RLB NÖ-Wien am Kapitalmarkt.

Für die Umsetzung der geplanten Abspaltung sind noch mehrere formale Schritte notwendig. Dem nun gefassten Grundsatzbeschluss muss noch die Generalversammlung der RH NÖ-Wien zustimmen, die für September 2026 angedacht ist. Außerdem sind noch behördliche und aufsichtsrechtliche Genehmigungen notwendig, wozu insbesondere die Genehmigung der Spaltung durch die Europäische Zentralbank (EZB) zählt.

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