Raiffeisen-Holding NÖ-Wien steigert Ergebnis auf 784 Mio. Euro
Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien konnte im Vorjahr trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten beim Ergebnis deutlich zulegen. Dieses lag bei 783,8 Millionen Euro. Damit wurde der Vorjahreswert von 342,7 Millionen Euro deutlich übertroffen. Dazu hätten insbesondere die Beteiligungen am Baukonzern Strabag, am Milchverarbeiter NÖM sowie der Ergebnisbeitrag der über die Bankbeteiligung der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien at equity bilanzierten Raiffeisen Bank International (RBI) beigetragen.
„Wir sind mit dem Konzerngesamtergebnis sehr zufrieden“, sagt dazu Raiffeisen NÖ-Wien-Generaldirektor Michael Höllerer. „In einem herausfordernden Umfeld haben wir gemeinsam mit unseren Beteiligungsunternehmen erneut hohe Resilienz und wirtschaftliche Stärke bewiesen. In der Bank konnten wir das Wachstum im Kerngeschäft, insbesondere bei den Einlagen, weiter ausbauen und das Finanzierungsvolumen weiterhin hochhalten. Gleichzeitig ist es uns gelungen, unsere Kapitalquoten auf ein ausgezeichnetes Niveau zu steigern. Das stärkt unsere Widerstandskraft in einer volatilen Welt und verschafft uns zusätzlichen Spielraum für zukünftiges Wachstum.“
Die RLB NÖ Wien erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein Konzerngesamtergebnis von 758,4 Millionen Euro und konnte dieses damit mehr als verdoppeln (2024: 324,5 Mio.). Die Entwicklung war laut Bank maßgeblich vom sehr starken Ergebnisbeitrag der RBI sowie von der operativen Ertragskraft des Bankbetriebs geprägt. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf EUR 437,6 Millionen Euro und lag damit ebenfalls über dem Vorjahr (397,2 Mio.). Der Bankbetrieb ohne RBI erzielte ein operatives Betriebsergebnis von 198,4 Mio. Euro 241,3 Millionen Euro im Vorjahr.
Die harte Kernkapitalquote stieg auf von 22,5 auf 24,8 Prozent, die Gesamtkapitalquote von 24,0 auf 26,9 Prozent. "Die Kapitalquoten liegen damit deutlich über den regulatorischen Vorgaben und sind eine stabile Basis dafür, dass die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien zukunftsfit aufgestellt ist", teilte Höllerer mit.
Von der gesamten Raiffeisenbankengruppe Niederösterreich-Wien werden mehr als 1,26 Millionen Kunden betreut. „Raiffeisen NÖ-Wien konnte ihre starke Position in der Region erneut festigen. Wir werden unseren erfolgreichen Kurs fortsetzen und dabei die Kundenzentrierung und innovative Lösungen weiter ausbauen“, betont Höllerer. Für ihn sind es die letzten Bilanzzahlen, die er für die Raiffeisen-Holding bzw RLB Nö-Wien präsentiert. Wie berichtet, wechselt er mit 1. Juli an die Spitze der RBI.
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