Auf der Plattform Autogott.at ist Opel die beliebteste Marke, wohl auch wegen der hohen Rabatte.

© APA/AFP/PAUL ELLIS

Beim Autokauf
01/11/2017

Rabatte haben den Zenit überschritten

Im Durchschnitt beträgt der Preisabschlag 18,2 Prozent.

von Robert Kleedorfer

Ein neuer Opel Corsa um 46 Prozent oder ein Ford Focus um 41 Prozent billiger als der Listenpreis. Sicher nicht der Normalfall, aber auch mehr als einzelne Ausreißer nach oben, wie das Online-Portal Autogott.at analysiert hat. Denn diejenigen, die 2016 über die Plattform ein neues Auto erworben haben (rund 2000 Abschlüsse), ersparten sich im Durchschnitt 18,2 Prozent oder 5358 Euro des Listenpreises. Das ist jedoch etwas weniger als im Jahr zuvor (19,85 Prozent). "Aufgrund der guten Verkaufszahlen vor allem im ersten Halbjahr 2016 gewährten die heimischen Autohändler letztes Jahr etwas geringere Rabatte", sagt Autogott.at- Geschäftsführer Stefan Mladek. Über die vergangenen vier Jahre gerechnet hätten sich die Rabatte aber stabil bei knapp 20 Prozent gehalten.

Nach Fahrzeugklassen lagen bei den Preisnachlässen im Vorjahr die Mittelklasse (19,7 Prozent) und die Oberklasse (18,7 Prozent) vorne. Schlusslicht ist die obere Mittelklasse (16,5 Prozent). Während bei Neuwagen der Rabatt im Durchschnitt 14 Prozent ausmachte, waren es bei Lagerfahrzeugen 19 und bei Tageszulassungen 24 Prozent. Noch höhere Rabatte gab es in der Kategorie Jungwagen (maximal 18 Monate alt mit maximal 25.000 km) mit durchschnittlich 31 Prozent. Nach Marken zeigten sich besonders Opel, Mercedes, Ford, Suzuki, Nissan und Audi rabattfreudig. Im Durchschnitt zahlen die Käufer 23.000 Euro.

Neuzulassungen

Wenn heute, Mittwoch, im Vorfeld der Vienna Autoshow die Zulassungszahlen für 2016 bekannt gegeben werden, ist mit rund 325.000 neu zugelassenen Pkw zu rechnen (2015: 309.000). "Die Kaufbereitschaft ist nach wie vor da", sagt Mladek. Das unterstreicht auch eine Online-Umfrage unter 500 Österreichern. Demnach will auch heuer knapp mehr als ein Drittel "auf jeden Fall" ein Auto anschaffen. Weitere 51 Prozent halten dies für möglich. Allerdings zeichnet sich ein Trend hin zu Gebrauchtwagen ab. Ihr Anteil steigt bei den Kaufwilligen von im Vorjahr 15 auf 23 Prozent. Das Geld sitze nun nicht mehr ganz so locker, interpretiert Mladek diese Zahl. Und unterstreicht sie mit einer weiteren. Der Anteil der fremdfinanzierten Käufe ist im Vorjahr von einem Viertel auf ein Drittel gestiegen.

Immerhin 13,4 Prozent der Interessenten interessieren sich laut Umfrage inzwischen für einen Hybrid- oder Elektroantrieb. "Der Absatz von Elektroautos kommt nun endlich in Schwung", sagt Markus Auferbauer, Leiter des Motornetzwerks der Plattform willhaben.at. Zu den treibenden Faktoren dieses Marktwandels würden die steigende Reichweite der Fahrzeuge, fallende Preise und die Integration von Ladestationen in den Wohnbau zählen.

Siehe auch Kommentar: https://kurier.at/meinung/kommentare/wirtschaft/fehlende-alternativen/240.319.381

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