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wirtschaft von innen
10/16/2020

Prominente Neuzugänge bei Staatsholding ÖBAG

Der Silicon-Valley-Manager Maximilian Schnödl geht zurück nach Österreich. Auch Ex-PwC-Chefin Christine Catasta dockt als Direktorin an.

von Andrea Hodoschek

Der Abgang des Kapitalmarktexperten Bernhard  Perner zur staatlichen Covid-Finanzierungsagentur Cofag hat in der ÖBAG eine ziemliche Lücke hinterlassen.  ÖBAG-Chef Thomas Schmid rüstet die Staatsholding nun fachlich auf und holt zwei  Top-Experten an Bord.

Eine internationale Blitzkarriere legte Maximilian Schnödl, 37, hin. Der Digitalisierungsexperte wird in der ÖBAG für die Strategie zuständig sein.  Schnödl übersiedelt von der US-Westküste wieder nach Österreich zurück. Er war seit 2018 CEO von Springbook Software, einer Bezahlplattform in  mehr als 1000 US-Städten. Zuvor war Schnödl im Vorstand von Accela, dem größten US-Anbieter von E-Government-Lösungen für 275 Millionen  Bürger. Gestartet war Schnödl bei der Deutschen Bank in Frankfurt, Moskau, New York und San Francisco.

Der Harvard-Absolvent  ist seit dem Sommer Vize-Aufsichtsratsvorsitzender der ebenfalls zur ÖBAG gehörenden teilstaatlichen Post. Außerdem  ist er im Aufsichtsrat des Bundesrechenzentrums und bei Springbook Software. 

Pölzl-Nachfolger?

In Insiderkreisen wird bereits spekuliert, ob Schnödl  Post-Chef Georg Pölzl nach dessen planmäßigen Abgang beerben könnte. Dafür müsste sich Schnödl allerdings noch längere Zeit gedulden, Pölzls Vertrag war erst im September 2019 verlängert worden.

 

Christine Catasta wird das Beteiligungsmanagement leiten. Die 62-jährige Wirtschaftsprüferin war  zuletzt CEO bei PwC Österreich mit  mehr  als 1200 Mitarbeitern.   Sie ist im Aufsichtsrat der Erste Bank und des Verbundkonzerns. Catasta war eine Wunschkandidatin von Bundeskanzler Sebastian Kurz und des damaligen ÖVP-Finanzministers Hartwig Löger  für den Aufsichtsrat der neu gegründeten ÖBAG, sagte aber kurzfristig ab.

ÖBAG-Chef Schmid gibt sich zuversichtlich, dass die ÖBAG dank der ausgewiesenen Expertise der neuen Direktoren einen „wertvollen Beitrag“ für die Unternehmensbeteiligungen der Republik leisten könne". Die Staatsholding verstehe sich auch „als Ideengeber für strategische Fragen und Herausforderungen ihrer Beteiligungen“.  

Schmid hat bereits einige Aufsichtsräte neu besetzt, zuletzt tauschte er überraschend den Aufsichtsratschef des Öl- und Gaskonzerns OMV aus.  

 

 

 

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