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Immobilien
01/05/2022

Preistreiber Wohnen: Leistbar war einmal

Aufgrund der hohen Nachfrage geht die Preiskurve für Wohnimmobilien 2022 steil nach oben

von Ulla Grünbacher

„Vorbei mit moderat, die Wachstumskurve geht steil nach oben“, fasst Anton Nenning, Managing Director bei Remax Austria, die Prognose für den Wohnimmobilienmarkt 2022 zusammen. Während 2020 die Preiserwartungen um 3,3 und 2021 um 1,8 Prozent nach oben gegangen sind, liegen sie für heuer bei 7,1 Prozent, im unteren Preissegment sogar bei 9 Prozent. 

Ausblick auf Immobilienjahr

Für die Vorschau auf das Marktgeschehen wurden 600 Remax-Experten befragt. Am stärksten nachgefragt sind Baugrundstücke, Häuser in Einzellagen und Wochenendhäuser, also Immobilien mit etwas Abstand zum Nachbarn. Der Grund, warum die Preiskurve steil nach oben geht: Immobilien sind für Anleger nach wie vor der Fels in der Brandung.

Zu wenig Angebot am Markt

Die Preise für Eigentumswohnungen ziehen wieder stärker an, die Rentabilität von Anlegerwohnungen geht weiter zurück, da die Kaufpreise stärker steigen als die freien Marktmieten. Das Angebot an Eigentumswohnungen und Häusern am Markt ist jedoch überschaubar, denn wer seine Immobilie nicht verkaufen muss, tut es auch nicht. Eigentumswohnungen sind gefragt und verteuern sich österreichweit um 7,0 Prozent gegenüber 2021. Eigentumswohnungen am Stadtrand sind heiß begehrt, die Nachfrage zieht an. Auch Penthouses, Lofts und Maisonetten sind wieder ein Thema.

Wunschobjekt Haus

„Einfamilienhäuser sind die Traumimmobilien“, so Nenning. Sie verteuern sich österreichweit um 7,5 Prozent, die Nachfrage ist deutlich gestiegen. Rar und daher besonders gefragt sind Baugründe, die heuer im Schnitt preislich um 10,2 Prozent zulegen. Wer sich aufgrund der gestiegenen Kaufpreise kein Grundstück leisten kann, um es zu bebauen, greift vermehrt zu Gebrauchtimmobilien, beobachtet Anton Nenning.

Vielen neue Mietwohnungen am Markt

Die freien Marktmieten steigen heuer im Zentrum preislich um 2,2, im ländlichen Raum um 2,0 Prozent. Der Blick in die Bundesländer zeigt, dass vor allem die niedrigpreisigeren Länder wie Kärnten und die Steiermark preislich zulegen. In Wien wird für Kaufwohnungen ein Nachfrageplus in Höhe von 5,5 Prozent erwartet.

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